Coronamaßnahme wird unterschiedlich geregelt

Mehrere Stunden Unterricht mit Maske? Das hört sich nicht gerade angenehm an. Auf einige Schülerinnen und Schüler könnte aber genau das zukommen. Dabei gibt es gleich mehrere Probleme.

An jeder Ecke hängen Hinweisschilder. In den Fluren ist auf den Böden eingezeichnet, in welche Richtung die Kinder laufen dürfen. Draußen auf dem Schulhof ist genau festgelegt, wo sich welche Schulklassen treffen. So oder so ähnlich sieht es momentan an vielen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern aus.

In dem Bundesland im Norden Deutschlands startete am Montag die Schule wieder. In den nächsten Tagen geht es auch in anderen Bundesländern wieder los, etwa am Donnerstag in Hamburg. Und überall lautet die wichtige Frage: Müssen die Schülerinnen und Schüler in der Schule Masken tragen oder nicht?

Denn diese Frage regeln die Bundesländer in Deutschland unterschiedlich. Um zu vermeiden, dass sich das Coronavirus stärker verbreitet, gilt grundsätzlich: Wenn man nicht genug Abstand zueinander halten kann, sollte man eine Maske tragen.

Aber was heißt das genau? Oft müssen die Jungen und Mädchen die Maske vor allem auf den Fluren und auf dem Weg zur Toilette tragen. Am Dienstag entschied aber Mecklenburg-Vorpommern: Auf dem ganzen Schulgelände gilt Maskenpflicht ab der 5. Klasse für Schüler und Lehrer, nur im Klassenzimmer nicht. Manchmal gilt die Maskenpflicht sogar im Unterricht. Das wurde zumindest aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen bekannt.

Vertreter der Schüler halten davon nicht so viel: „Eine Maskenpflicht im Unterricht ist schwer umsetzbar“, sagt Schüler-Vertreter Dario Schramm. In stickigen und warmen Klassenräumen sei es extrem anstrengend, über mehrere Stunden eine Maske zu tragen.

Zwar soll an Schulen wegen des Coronavirus ständig gelüftet werden. Wenn es draußen sehr warm ist, heizt sich aber auch die Luft in der Klasse auf. Dazu kommt: „In vielen Räumen ist das Lüften gar nicht möglich, weil sich die Fenster nicht öffnen lassen“, sagt Dario Schramm. Er findet: „Es ist wichtig, dass alle mit einbezogen werden, also Schüler, Eltern und Lehrer.“

 

 

Foto: (c) dpa