So weisen Forscher das Coronavirus nach

Viren sind sehr, sehr klein. Um sie zu sehen, reicht eine Lupe bei weitem nicht aus. Was kann man also tun, wenn man sie trotzdem finden möchte? Forscher haben da eine Lösung gefunden.

Wie findet man etwas, das winzig klein ist? Etwas, das man nicht mit bloßem Auge sehen kann und auch nicht mit einem normalen Mikroskop? Das ist ganz schön schwierig, so viel ist klar.

Forscher haben aber auch für solche Probleme oft Lösungen. Ein Beispiel für sehr kleine Dinge sind Viren. Sie sind zwischen 20 und 300 Nanometer groß. Zum Vergleich: Deine Fingernägel wachsen jede Woche etwas weniger als einen Millimeter – das sind eine Million Nanometer! Obwohl sie so klein sind, können Wissenschaftler bestimmte Viren nachweisen. Es gibt zum Beispiel einen Test, mit dem man herausfinden kann, ob jemand die neuen Coronaviren in sich trägt, von denen gerade viele Leute sprechen.

Für diesen Test wird als allererstes ein Abstrich gemacht. Dafür braucht man eine Art langes Wattestäbchen. Damit reibt man dann zum Beispiel an der Rachenwand entlang. Dadurch bekommt man eine Probe, die dann in ein Labor kommt. Dort wird diese Probe dann auf die Viren getestet.

Wie das genau funktioniert, ist ziemlich kompliziert. Wichtig ist: Viren haben genauso wie Menschen ein sogenanntes Erbgut. Das ist eine Art Bauplan für Lebewesen oder Viren. Im Labor kann man dieses Viren-Erbgut sichtbar machen.

Allerdings gilt: Die meisten Menschen müssen den Test nicht machen. Denn der Test wird nicht bei jedem Menschen mit Erkältung durchgeführt. Getestet werden nur Menschen, die zum Beispiel Husten, Fieber oder Halsweh haben und davor Kontakt zu Menschen hatten, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Oder Leute, die in letzter Zeit in Regionen waren, in denen das Virus weiter verbreitet ist als bei uns. Wenn man Fragen hat, kann man von daheim aus einen Arzt anrufen. Bei Kindern tritt die Krankheit im Vergleich zu älteren Menschen noch seltener auf.

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