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Mützenprojekt mit Jersey-Stoff

am 15.01.2018

Schlaufuchs-Reporterin näht Kleidungsstücke in ihrer Freizeit

Mit Nadel, Faden und buntem Stoff: Etwas mit den eigenen Händen kreativ gestalten, das macht Schlaufuchs-Reporterin Enya Baier (7) aus Burghaun richtig viel Spaß. Wie du eine tolle Wendemütze selbst nähst, erklärt sie dir deshalb heute.

Wenn du dir etwas selbst nähen willst, dann musst du dir zuerst überlegen, welchen Schnitt du verwenden möchtest. Ich habe mich für eine Mütze entschieden. Das Schnittmuster habe ich ausgedruckt, zusammengeklebt und für meine Größe abgezeichnet.
Dann wählst du den Stoff aus. Dabei hat man viele Möglichkeiten. Die Stoffart, die ich für die Mütze verwende, heißt Jersey. Jersey ist ein elastischer Stoff. Das bedeutet, er passt sich prima unserem Körper an. Ich liebe es, mit meiner Mama in Stoffläden zu stöbern. Es ist wirklich immer wieder aufregend.
Für mein Mützenprojekt benötige ich zwei Stoffe, denn es soll eine Wendemütze werden. Wir haben inzwischen eine gut gefüllte Restekiste. Darin befinden sich allerlei tolle Stoffreste. Ich werde auch gleich fündig. Zwei ganz unterschiedliche Stoffe sollen es sein. Den Stoff lege ich nun ganz gerade vor mich und befestige das Schnittmuster mithilfe von Nadeln auf dem Stoff. Ich prüfe noch mal, ob ich auch den Fadenlauf beachtet habe, sonst ist der Stoff nicht so elastisch wie er sein soll. Bei Stoffen mit Muster musst du das eigentlich nicht tun, aber bei einfarbigen Stoffen kann es leicht passieren, dass du sie falsch herum vor dir liegen hast.
Mit der Stoffschere schneide ich nun großzügig um das Schnittmuster herum. Die sogenannte Nahtzugabe benötigst du, weil der Stoff zusammengenäht wird. Ohne sie wäre die Mütze am Ende vielleicht zu klein. Es gibt Schnittmuster, bei denen die Nahtzugabe schon eingerechnet ist und auch solche, bei denen du sie selbst zugeben musst. Das musst du dir, bevor du loslegst, genau anschauen.
Nachdem ich das Schnittmuster zwei Mal ausgeschnitten habe, lege ich beide Stoffstücke aufeinander. Dabei gilt die Regel: „Schöne Seite auf schöne Seite.“ Mit Nadeln fixiere ich den unteren Rand der beiden Stoffstücke. Nun schalte ich die Nähmaschine ein und lege eine farblich passende Spule in der Maschine ein. Die Spule enthält den Unterfaden und die Garnrolle oben in der Maschine den Oberfaden. Nachdem alles eingefädelt ist und ich den richtigen Stich ausgewählt habe, nähe ich beide Stoffstücke mit einem Geradstich zusammen. Danach folgt ein Zickzackstich. Das ist ein elastischer Stich.
Nun sind beide Stoffe fest miteinander verbunden. Ich stecke die Zipfel zusammen und nähe die Stoffstücke wieder genauso zusammen. Das macht man so lange, bis nur noch eine Naht übrig bleibt. Beim Zusammenstecken des letzten Stücks hilft mir meine Mama ein bisschen. Denn die Nähte sollen sich natürlich exakt treffen. Und Achtung: Ein kleines Löchlein darfst du nicht zunähen. Denn für eine Wendemütze benötigst du eine Wendeöffnung, damit die Mütze am Ende richtig herum ist.
Nachdem ich alle Nähte geschlossen habe, wende ich die Mütze. Die Nähte verschwinden dann im Inneren. Du siehst also nur noch den schönen Stoff. Die Wendeöffnung kannst du nun per Hand zunähen oder auch mithilfe der Nähmaschine. Und fertig ist die Mütze! Mir hat das Arbeiten mit Nadel und Faden unglaublich viel Spaß gemacht. Vielleicht nähe ich schon beim nächsten Mal ein T-Shirt.

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