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Von Klebeband bis Quietscheentchen

am 15.09.2017

Schlaufuchs-Reporter berichtet vom Pappbootrennen auf der Fulda

Zu kalt oder zu nass? Diese Frage stellt sich einem Kanuten wie unserem Schlaufuchs-Reporter Justus Müller (11) aus Marbach nicht. Er hat an einem Rennen auf der Fulda teilgenommen. Die Besonderheit dabei: Die Boote bestanden aus Pappe und mussten vor dem Start erst gebaut werden.

Kennst du den Kanu-Club Fulda? Im September feiert der Verein jedes Jahr ein Fest am Bootshaus direkt an der Fulda. Auch diesmal habe ich wieder am Pappbootrennen teilgenommen.  Es findet immer während des Festes statt. Wer mitmachen will, muss sich aber zunächst sein Boot bauen. Das glaubst du nicht? Na, dann lies weiter!
Das Pappbootrennen beginnt  an Land. Mit trockenen Füßen sozusagen. Bei diesem Rennen werden nämlich zuerst die Boote aus Pappe gebaut. Später testen die Fahrer auf der Fulda ihre Fahrtauglichkeit. Ab morgens um 10 Uhr konnten die verschiedenen Teams ihre Boote aus Pappe und Klebeband gestalten. Der Fantasie waren dabei keinerlei Grenzen gesetzt.
Mit den Jungs Robert und Ivo habe ich das Team „Döner King“ gebildet. Zusammen machten wir uns an die Umsetzung unserer tollen Kajak-Idee.
Aus aufgerollter Pappe und mit viel Klebeband bauten wir unser Pappboot mit dem bezeichnenden Namen „Döner fahr“. Wir verzierten es zudem mit gelben Quietscheentchen. Schnell mussten wir feststellen, dass die Fahrtauglichkeit im Wasser nicht sehr gut war. Schon nach wenigen Metern bin ich gekentert. Aus „Döner fahr“ wurde so ganz schnell „Döner tauch“. Aber das ist egal! Spaß hat es uns trotzdem gemacht.
Zu unserer Verteidigung kann ich sagen, dass sogar Aaron Reith, die Pappboot-Legende unseres Vereins, mit den „weißen Hosenträgern“ auch nicht viel weiterkam. Stattdessen überzeugten einige Neulinge mit ihren Booten. Sie kamen gut voran.
Am Ende des Rennens gingen die Wagemutigen mit den Resten ihrer Boote auf die Bootsrutsche. Spätestens danach konnten diese komplett entsorgt werden. Die Pappe wurde von der Firma DS Smith gestiftet. Sie stellte sogar selbst ein Team, welches zwar ein tolles stabiles Boot gebaut hatte, aber noch etwas Nachhilfe im Paddeln benötigte. Frei nach dem Motto des Kanu-Clubs „Patschnass, aber unendlich viel Spaß!“ war das Rennen auch diesmal wieder ein schönes und lustiges Erlebnis für alle Zuschauer und Fahrer. Bis zum nächsten Mal!
Der Kanu-Club Fulda im Justus-Schneider-Weg 17 in Fulda bietet unter anderem Kanu-Slalom, Kanu-Polo oder Wildwasser-Rennsport an. Weitere Informationen bekommst du im Internet und unter Telefon (06 61) 7 26 67.

Übrigens: Es gibt verschiedene Kanus: Kajak und Kanadier sind die wichtigsten. Den Kanadier haben die Indianer Nordamerikas erfunden. Es ist ein offenes Boot, das man mit einem Stechpaddel vorwärtsbewegt. Das ist ein Paddel, das mit beiden Händen gehalten wird. Man sitzt oder kniet im Boot und zieht es abwechselnd an den Seiten des Bootes durch das Wasser. Das Kajak stammt von den Inuit. Sie benutzten es zum Jagen auf dem Eismeer. Im Kajak sitzt man tiefer im Boot und mit ausgestreckten Beinen. Man hat ein Doppelpaddel in den Händen und hält es so vor den Oberkörper, dass die Paddelblätter rechts und links vom Boot ins Wasser stechen können.

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