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Mittagessen auf Französisch

am 11.09.2017

Schlaufuchs-Reporterin berichtet aus dem Brüder-Grimm-Haus

Wer liebt sie nicht? Märchen. Untrennbar mit ihnen verbunden sind die Brüder Grimm. In Steinau an der Straße hat sich Schlaufuchs-Reporterin Enya Baier (7) aus Burghaun das Brüder-Grimm-Haus angesehen.

In Steinau an der Straße haben die berühmten Märchensammler Wilhelm und Jacob Grimm in der Zeit von 1791 bis 1798 gelebt. Die Familie bewohnte das Erdgeschoss des heutigen Museums. Beim Betreten des Museums fällt dem Besucher sofort ein tolles rotes Sofa ins Auge. Da haben wir gleich ein Foto gemacht. Im Eingangsbereich hängt der Stammbaum der Familie Grimm. Philipp Wilhelm und Dorothea Grimm heirateten 1783. Sie bekamen acht Söhne, darunter die späteren Märchensammler Jacob und Wilhelm, und eine Tochter. Drei Söhne sind gestorben, als sie noch ganz klein waren.
Den ersten Schulunterricht erhielten die Grimm-Kinder von ihrem Großvater aus Hanau und ihrer Tante Schlemmer. Sie war die älteste Schwester des Vaters. Die Familie Grimm legte viel Wert auf Bildung. Beim Essen sprach man sogar Französisch. Der Großvater versuchte zudem, bei den Kindern das Interesse an Geschichten zu wecken. Wie du siehst, ist ihm dies gelungen.
Als die Familie nach Steinau zog, übernahm der Hauslehrer Präzeptor Johann Georg Zinkhan die schulische Bildung der Kinder. Jacob Grimm sagte einmal: „Den Präzeptor hatte ich nie lieb, wie wohl Respekt vor ihm. Er war pedantisch, streng und unmethodisch. Aber sehr ordentlich und von beschränkten Kenntnissen.“
Der Präzeptor Zinkhan hat die Kinder auch geschlagen. Er hatte unterschiedliche Stöcke und sogar kurze lederne Peitschen, die er, je nach Vergehen, einsetzte. Ich bin sehr froh, dass es so etwas heute nicht mehr gibt. Ein Zimmer weiter befindet sich die historische Küche. Du bekommst einen Einblick, wie die Familie Grimm gelebt und gekocht hat. In weiteren Zimmern befinden sich schöne Zeichnungen von Ludwig Emil Grimm. Er ist Maler geworden. Traurig fand ich, dass die Familie aus dem Haus heraus musste, als der Vater gestorben war. Dorothea Grimm und die Kinder mussten vorübergehend in eine Notunterkunft ziehen.
Im Obergeschoss sind Märchen in Schaukästen dargestellt. Ob du das richtige Märchen erraten hast, siehst du, wenn du die Tafel umklappst. Beeindruckend fand ich das Rotkäppchenzimmer mit den 200 Ausstellungsstücken. Ein Wolf ist auch darunter. Im ehemaligen Arbeitszimmer von Philipp Wilhelm Grimm kannst du dir auf einem Fernseher Märchen ansehen. Es fällt auf, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben. In der Sonderausstellung „Hänsel und Gretel 2.0 – Die Geschichte von Hunger und Überfluss“ von Anna Zeis-Ziegler wird das bekannte Märchen ganz modern erzählt. Mein Lieblingsplatz war das Krönungszimmer mit den Kronen zum Ausprobieren.
Das Brüder-Grimm-Haus in Steinau an der Straße kannst du besuchen. Es ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Kinder kostet 3,50 Euro, Erwachsene zahlen 6 Euro. 

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