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Schriftzeichen auf der Spur

am 01.09.2017

Pop-Up-Technik bei Workshop kennengelernt

Es riecht so nach Papier! Einen Workshop zum Thema Buchbinden hat unsere Schlaufuchs-Reporterin Tara-Yasmin Heil (11) aus Hauswurz in der Kinder-Akademie in Fulda besucht.

„Es riecht so nach Papier – du Schmutztitel, geh duschen!“, hieß der Workshop, den ich in der Kinder-Akademie in Fulda besucht habe. Geleitet wurde der Kurs von einer Mitarbeiterin und einem Illustrator. Als Erstes zeigten sie uns Pop-Up-Bilderbücher. Sie lassen sich beim Aufklappen zu einem dreidimensionalen Bild entfalten.
Für die erste Doppelseite unseres Buches gestalteten wir selbst Pop-Ups. Einige waren sogar auf die Idee gekommen, nicht nur die Nase der Figuren in dieser Technik zu gestalten, sondern die Person auf dem Papier die Zunge herausstrecken zu lassen. Dann lernten wir unser Werkzeug kennen: das Falzbein. Falzen bedeutet nichts anderes, als ein Papier zu falten. Wir falteten also zwei bis vier Blätter Papier in der Mitte, um die gefalzten Kanten anschließend mit dem Falzbein glattzustreichen. Nun wurde aus diesem Haufen Papier ein Buch.
Mit einer sogenannten Ahle stachen wir fünf Löcher in jedes Papier. Der Rest ging ganz leicht: Wir nähten einfach nur an den durchgestochenen Stellen die Seiten zusammen – und fertig. Dann klebten wir die Pop-Up-Figur auf die erste Doppelseite. Unsere Skizzen brachten wir mit Durchschlagpapier auf die Buchseiten. Als wir mit Kugelschreiber die Linien nachzeichneten, erschien die Skizze auf dem Papier.
Um japanische Papierfalttechnik und Daumenkinos ging es am nächsten Tag. Ich gestaltete einen Pinsel, der den Anschein erweckte, als bemale er eine Leinwand. Dann bemalte ich das Cover meines Buches mit dreidimensionalen Lettern. Mit der Pipette setzte ich winzige Tuscheblasen auf mein Heft.
Mittwochs machten wir einen Ausflug in das Klingspor-Museum für Schriftkunst und Typografie in Offenbach. Die Museumsführerin zeigte uns das Buch „Der Prozess“ von Franz Kafka. Es war handgeschrieben. Eine andere Autorin hatte einen Geografieatlas übermalt. Am Donnerstag zeigte uns der Leiter des Workshops ein Buch mit Türchen im Inneren – wie ein Adventskalender. Inspiriert von dieser Idee gestaltete ich mein eigenes Bild.
Am letzten Tag des Workshops stand die Präsentation an. Ich stellte den Verlauf der Skizzen vor. Vorher lernte ich das Arbeiten mit Marmorierfarben. Das Papier wird dabei auf das Wasser gedrückt und dann abgespült, damit sich die Farben festsetzen.

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