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Raus aus den Schuhen – und los!

am 14.07.2017

Schlaufuchs-Reporterin berichtet vom Barfußpfad in Hofbieber

Mit den nackten Füßen so richtig im Dreck stehen, kleine Steinchen unter den Fußsohlen spüren und allerlei Tiere im Wald beobachten, das hat Schlaufuchs-Reporterin Enya Baier (7) aus Burghaun ausprobiert.

Mit meiner Familie und Freunden bin ich vor Kurzem nach Hofbieber gefahren. Dort gibt es einen Barfußpfad. Er ist wunderschön gelegen und perfekt ausgeschildert. Vom Parkplatz aus folgst du einfach der Beschilderung. Schon der Weg zum Barfußpfad ist ein richtiges Erlebnis. An vielen Stellen sind große Mosaikbilder mit Texttafeln aufgestellt, die dir die Natur erklären. Du bekommst dort zum Beispiel Informationen zur Sonne, zum Wald, zur Kuh, zu den Vögeln, Schmetterlingen und Fischen.
Wie der Name Barfußpfad schon sagt, heißt es vor dem Vergnügen: Schuhe aus! Ich habe also meine Schuhe an einem dafür eingerichteten Platz abgestellt. Dann ging der Spaß los. Bei schönem Wetter haben wir die verschiedenen Untergründe mit den Füßen erspürt. Nach einem kurzen Stück Wiese ertasteten wir grobe Sandsteinplatten, gefolgt von Basalt- und Muschelkalkpflaster.
Die Steine fühlten sich angenehm kühl an, obwohl das Thermometer 25 Grad anzeigte. Plötzlich entdeckten wir einen kleinen Frosch am Waldrand. Er ist flink davon gehüpft. Als wir über den Natursand liefen, sagte meine Mama: „Das fühlt sich an wie Urlaub.“ Den Sand fand ich besser als den Kies, der hat an den Fußsohlen gekitzelt. Balancierbalken und Wackelbrücke sorgten für Spannung. Das Gute am Barfußpfad ist: Gefällt dir eine Station, kannst du sie so oft wiederholen, wie du magst.
Zwei Stationen hatten es echt in sich, und zwar der Basaltsplitt und der Basaltschotter. Beides war ganz schön kitzelig an den Füßen. Zur Erholung ging es über einen hölzernen Stangenweg, gefolgt von einem Knüppeldamm. Über diese beiden unterschiedlich dicken Rundhölzer zu laufen, hat sich sehr gut angefühlt. Zwischen den einzelnen Stationen spürst du immer wieder den schönen Waldboden zwischen den Zehen. Die großen, runden Steine fand ich danach wieder deutlich angenehmer.
Mein absoluter Höhepunkt war das Lehmbecken. Jeder Schritt hat ein schmatzendes Geräusch gemacht – einfach herrlich. Ich habe das Becken gleich mehrere Male durchlaufen, weil es so toll war. In einem Zuber habe ich mir mit einer groben Bürste den Dreck von meinen Füßen gebürstet. Meine Schwester Abby Sophie (4) fand: „Der Matsch war am lustigsten.“ Der Barfußpfad führte auch durch den Wald. Am Wegesrand blühten viele Pflanzen, und immer wieder beobachteten wir Tiere, zum Beispiel eine Maus auf Futtersuche.
Am Kneippbecken habe ich auf einer Schautafel gelesen, was gut für die Venen in den Beinen ist. Alles mit „L“ wie Laufen und Liegen ist super für die Beine. Alles mit „S“ wie Stehen und Sitzen ist nicht so gut. Doch bevor du ins Kneippbecken darfst, musst du dir erst gründlich die Füße waschen. Gesagt, getan. Das Wasser im Kneippbecken war erfrischend und kalt. Auf den Schautafeln kannst du dir die Fußreflexzonenpunkte ansehen und einiges darüber erfahren. Meine Füße waren nach dem Pfad schön kribbelig und warm.

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