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Mutige Vierbeiner im Einsatz

am 29.06.2017

Schlaufuchs-Reporter besuchen das Polizeipräsidium Osthessen

Manche Polizisten haben tierische Begleiter: Die Schlaufuchs-Reporterinnen Felicia Röhrig (9) aus Hauswurz, Isabel Wirths (10) und Neele Finger (11) aus Fulda haben das Polizeipräsidium Osthessen besucht. Sie trafen Polizeipferde und -hunde.

Was für ein toller Beruf – Stephanie Kuhnt-Hellmann (42) und Dawina Stahl (35) sind Polizeioberkommissarinnen bei der Reiterstaffel der hessischen Polizei! Mit den Pferden Franz und Sali haben wir sie auf dem Gelände vor dem Polizeipräsidium Osthessen in Fulda getroffen. Franz ist ein Hessisches Warmblut und 16 Jahre alt. Der 14-jährige Sali ist ein Oldenburger. Beides sind Pferderassen, die sich gut für die Polizeiausbildung eignen.
Die Reiterinnen erklärten uns, dass die Dauer der Ausbildung vom Wesen des Pferdes abhängt. Die Fluchttiere müssen nämlich erst lernen, in extremen Situationen nicht durchzugehen. Dafür braucht ein Pferd länger als das andere. Im Training lernen die Pferde, dass sie sich auf ihre Reiter verlassen können. Sie werden mit Schreckschusspistole, Sirene, Blaulicht, Ball, Fahne und Tröte an Trubel gewöhnt. Egal, ob es knallt oder sie von Gegenständen getroffen werden – die Pferde müssen ihren Reitern gehorchen. Um das zu demonstrieren, hat Polizeipräsident Günther Voß (60) mit einer Schreckschusspistole geschossen. Franz und Sali haben sich nicht beeindrucken lassen.
Ausgebildet werden die Pferde in Frankfurt. Dort sind sie zu Hause. Benötigt werden große Rassen, damit die Polizisten von ihrem Rücken aus einen guten Überblick haben. Die Pferde und ihre Reiter gehen zum Beispiel in Parks auf Streife. Sie kommen zum Einsatz, wo der Streifenwagen nicht hinkommt. Voraussetzung für alle Pferde ist, dass sie einen ruhigen Charakter haben. Bevor es für die Reiter in den Sattel geht, kümmern sie sich um die Pferde und erledigen die Stallarbeit.
Doch nicht nur Pferde sind im Polizeidienst. Polizeioberkommissar Klaus Henkel (51) stellte uns seinen achtjährigen Diensthund Eddy vor. Anders als bei den Polizeipferden wohnt Eddy bei Klaus Henkel zu Hause. Henkel ist für Eddys Pflege und Gesundheit zuständig. Mit einem Polizeihund ist es also wie mit einem eigenen Hund, der mit zur Arbeit geht.
Eddys Spezialgebiet ist das Aufspüren von Rauschgift. Polizeihunde müssen die wichtigsten Befehle können: „Platz“, „Steh“ und „Sitz“. Sie hören auf das Kommando „Voraus“. Dann rennen sie nach vorne bis das Kommando „Platz“ kommt. Daraufhin bleiben sie liegen, bis das Herrchen da ist. Die Befehle sollten mit ruhiger Stimme ausgesprochen werden, damit der Hund nicht denkt, er hätte etwas falsch gemacht. Das hat uns Polizeioberkommissar Martin Schäfer (55) erklärt. Er leitet die Hundestaffel der Polizeidirektion Fulda. Sein vierjähriger Diensthund Connor weiß genau, wann er sich auf eine Aufgabe konzentrieren muss. Hat er diese gut erledigt, darf das Lob nicht fehlen.
Eddy und Connor sind Malinois, belgische Schäferhunde. Eddy ist richtig gut in Mathe. Er kann Rechenaufgaben bis zehn lösen. Dafür gibt es eine Rechenmaschine. Erst stellt man dem Hund eine Aufgabe, dann läuft er die Maschine nach oben, schnappt sich das Staffelholz mit der richtigen Nummer und bringt es Henkel. Connor kann auch ein Kunststück. Er ist mehrmals durch einen brennenden Reifen gesprungen.

Erst die Stallarbeit, dann das Reiten

Die Polizeipferde Sali und Franz, hier mit Reiterin Stephanie Kuhnt-Hellmann, sind in Frankfurt zu Hause. Für Einsätze in Fulda werden sie mit dem Anhänger in die Barockstadt gebracht. Wie der Alltag im Stall der Polizeireiterstaffel im Stadtteil Sachsenhausen aussieht, zeigt ein Video von Studenten des Europa Campus. Du findest es hier

Weitere Bilder vom Reporter-Ausflug gibt es hier

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