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Von Ausbildung bis Pflege

am 29.06.2017

Polizeihunde und -pferde sind keine Kuscheltiere

Hunde und Pferde finden viele Leute toll. Doch wie wird man berittener Polizist oder Teil der Hundestaffel? Die Schlaufuchs-Reporter Chiara (11) und Aaron Odenwald (8) aus Rothemann haben es herausgefunden.

Während eines Besuchs im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda haben wir Martin Schäfer (55), Polizeioberkommissar und Leiter der Hundestaffel der Polizeidirektion Fulda, und dessen Stellvertreter Klaus Henkel (51) kennengelernt. Wer wie sie Hundeführer bei der Polizei werden möchte, der braucht Erfahrung im Umgang mit Hunden – und muss natürlich Polizist sein. „Hundeführer wird man durch eine zusätzliche Ausbildung mit dem Hund“, sagt Schäfer.
Für den Polizeidienst eignen sich viele Schäferhundrassen. Je nach Rasse und Neigung des Hundes werden sie zu Spür- oder Schutzhunden ausgebildet. Die Hunde sind in der Ausbildung zwischen ein und drei Jahren alt. Im Training lernen sie, Spuren aufzunehmen, diesen zu folgen oder etwa durch einen Feuerreifen zu springen. Die Ausbildung dient dazu, dass die Tiere mit ihren Hundeführern Situationen bewältigen können, vor denen sie sonst Angst hätten. Im Polizeialltag sind diese an der Tagesordnung. Schäfer hat uns zudem erklärt, dass die Diensthunde keine Kuscheltiere sind. Ihre Aufgabe ist es, die Polizisten zu schützen, selbst wenn sie dabei verletzt werden.
Wer mit dem Pferd auf Streife gehen oder mit ihm bei Demonstrationen im Einsatz sein will, der muss nicht nur reiten können, sondern auch über Pferdepflege Bescheid wissen. Die Pferde werden von den Ausbildern ausgesucht und entsprechend ihrem Gemüt den Polizisten zugeordnet. Ein ruhiger Polizist bekommt ein eher ruhiges Pferd – und umgekehrt. Ein Mindestalter für den Polizisten gibt es nicht. Die Pferde müssen aber mindestens fünf Jahre alt sein, bevor sie ausgebildet werden können.

Zahlen zur Hunde- und Pferdestaffel von Schlaufuchs-Reporterin Leona Morano (9) aus Hosenfeld:
Die Polizeireiterstaffel in Frankfurt hat 16 Pferde: eine Stute und 15 Wallache. Das älteste Pferd ist 21 Jahre alt. Ein Pferd ist gerade in der Ausbildung. Die Pferde sind täglich auf Streife, zum Beispiel in Parks. So kommen die Polizisten ins Gespräch mit den Bürgern. Die Polizeidirektion Fulda hat sieben Diensthunde, zwei in Ausbildung. In Hessen gibt es 260 Diensthunde. Sie werden von den Hundeführern zum Dienst mitgebracht. Wenn der Hundeführer Urlaub hat, hat der Hund auch mit ihm frei.

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