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Vom „Elefäntle“ zum Stoffbären

am 15.05.2017

Schlaufuchs-Reporterin berichtet über das Steiff Museum

Den Stoffbären: Wer kennt ihn nicht? Schlaufuchs-Reporterin Enya Baier (7) aus Burghaun hat das Steiff Museum in Giengen an der Brenz besucht. Dort hat sie erfahren, wie der Stoffbär erfunden wurde – und warum manche einen Knopf im Ohr haben.

Margarete Steiff – diesen Namen kennen viele Kinder und Erwachsene. Sie wurde am 24. Juli 1847 in Giengen an der Brenz im Bundesland Baden-Württemberg geboren. Steiff hatte drei Geschwister. Als kleines Kind wurde sie schwer krank, bekam hohes Fieber und hatte Schmerzen in den Armen. Erst später stellte man im Krankenhaus in Ulm fest, dass sie die Krankheit Kinderlähmung hatte. Heute wirst du dagegen geimpft, damit du die Krankheit nicht bekommst. Das war früher nicht so. Margarete war seitdem immer auf Hilfe angewiesen. Trotzdem war sie ein fröhliches Kind, heißt es.
Ihre Geschwister nahmen sie in einem Bollerwagen mit zur Schule, eine Frau trug sie nach oben in den Klassenraum. Im Steiff Museum beginnt die Führung in einer Nachbildung von Margaretes Zimmer. Sie lernte nähen und begann, Kleider für Kinder zu machen.
Eines Tages bekam sie eine Zeitschrift mit Schnittmustern. Darin war ein Schnittmuster für ein Nadelkissen in Elefantenform abgebildet. Margarete nähte das „Elefäntle“ und fand es zu schade, um Nadeln reinzustecken. Ihr Bruder Fritz verkaufte es auf dem Markt, und viele Kinder wollten es haben. Es folgten weitere Stofftiere. 1893 wurde die Margarete Steiff Filzwarenfabrik gegründet.
Durch das Museum führen Knopf und Frieda. In den wunderschönen Themenzimmern sind viele tolle Stofftiere ausgestellt. Knopf und Frieda erzählen, wie es vom „Elefäntle“ zum Stoffbären und zu all den anderen Tieren kam. Richard Steiff heißt der Erfinder des Stoffbären. Er war der Neffe von Margarete, hatte tolle Ideen und konnte gut malen.
Den Stoffbären erfand Richard schon 1902. Richtig bekannt machte das Stofftier aber erst ein amerikanischer Händler. Er entdeckte ihn 1906 und bestellte 3000 Stück. In Amerika angekommen sind sie aber nie, denn sie sind verschwunden. Wohin, das weiß keiner. Bis heute ist nicht einer dieser Stoffbären aufgetaucht. Knopf und Frieda suchen mit den Besuchern überall nach ihnen.
Nach dem Rundgang fährst du mit einer Wolkenplattform zwei Stockwerke nach oben. Hier darf gekuschelt und gestreichelt werden. Auf einige Stofftiere darf man sich draufsetzen. Spaß macht es, die große  Schlangenrutsche herunterzurutschen. Doch wieso haben die Steiff-Tiere einen Knopf im Ohr? Frank Steiff fand damals, dass man etwas Besonderes entwickeln muss, um die eigenen Produkte unverwechselbar zu machen. Den Knopf im Ohr machte er zum Markenzeichen.
Margarete Steiff starb am 9. Mai 1909 an einer Lungenentzündung. Ihre Neffen führten das Unternehmen weiter. Der Familienbetrieb hat sich bis heute erhalten. Ich habe sogar dabei zugesehen, wie ein Stoffbär zusammengebaut wurde.

Info: Das Steiff Museum in Giengen an der Brenz, Margarete-Steiff-Platz 1, ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die letzte Museumsführung des Tages startet jeweils um 17 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet 10 Euro. Kinder und Schüler (6 bis 17 Jahre) bezahlen 6 Euro. Eine Familienkarte kostet 25 Euro. Geburtstagskinder haben am Geburtstag, nach Vorlage des Ausweises, freien Eintritt. Wer das Geburtshaus von Margarete Steiff besichtigen möchte, muss einen Termin vereinbaren. Weitere Infos dazu unter der Telefonnummer
(0 73 22) 13 15 00.

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