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Von Muttern, Kronkorken und Limo

am 18.04.2017

Schlaufuchs-Reporter berichtet von Workshop in der Metallwerkstatt Torschl

Was macht eigentlich ein Metallbauer? Schlaufuchs-Reporter Niclas Goldbach (14) aus Rothemann hat es während eines Workshops in der Metallwerkstatt Torschl in Dorfborn herausgefunden.

Sich für einen Beruf zu entscheiden, ist schwierig. Deshalb gab es in der Metallwerkstatt Torschl in Dorfborn vor Kurzem einen Workshop für Jugendliche, die sich für den Beruf des Metallbauers interessieren. Jugendliche aus der Region und Flüchtlinge waren dazu eingeladen. Wir haben viel gelernt und das praktische Arbeiten ausprobiert.
Als ich in der Werkstatt ankam, wurden wir von Geschäftsführer Manfred Torschl und dessen Familie begrüßt. Danach teilte man uns in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe nahm an einer Führung durch das Firmengebäude teil, die zweite Gruppe – darin war ich – durfte sich an der praktischen Arbeit ausprobieren. Zuerst haben wir einen Flaschenöffner gebaut. Mitarbeiter der Werkstatt unterstützten uns dabei. Folgendes mussten wir dafür erledigen: Zunächst schnitten wir eine Lücke in eine große Schraubenmutter, durch die der Kron-korken von der Flasche abgelöst wird. Ein Kronkorken, das ist ein Flaschendeckel, den man nur einmal benutzen kann. Du findest ihn zum Beispiel auf einer Limo-Flasche.
Als das erledigt war, mussten wir testen, ob die Mutter auf einen Kronkorken passt. Wenn dies nicht der Fall war, musste man die Mutter dementsprechend zurechtfeilen. Wichtig war außerdem das Feilen der Kanten, damit man sich nicht aus Versehen schneidet. Danach bohrten wir noch ein Loch in die Mutter und schnitten ein Gewinde zu, um dann eine große Schraube darin zu befestigen. Und schon hatten wir unseren selbst montierten Flaschenöffner.
Danach ging ich zur zweiten Station. An dieser haben wir einen Stiftehalter gebaut. Das Metallwerkstatt-Torschl-Logo bogen wir dafür rund, um es dann mit den drei Rohren an die Platte zu schweißen. Das war echt cool. An der dritten Station wurde es uns richtig heiß. Es ging um das Schmieden. Wir durften sogar selbst einen glühenden Metallstab krümmen.
Später bekamen wir noch eine Führung. Der Werkstattleiter zeigte uns das gesamte Betriebsgelände sowie die Maschinen und Werkzeuge: darunter eine Edelstahl-Förderschnecke. Diese war zur Reparatur in der Metallwerkstatt.
Außerdem wurden uns noch Maschinen gezeigt, die die Mitarbeiter des Unternehmens zur Konstruktion von Dingen aus Metall benötigen. Bis ein Geländer fertig ist, stehen einige Arbeitsschritte auf dem Programm. Los geht es dabei mit der Kundenanfrage, danach wird eine Zeichnung des Geländers mit dem Programm CAD angefertigt. Erst danach wird das Geländer produziert. Schließlich soll es auch gerade sein und an die Treppe oder den Balkon genau passen.
Zum Abschluss gab es noch Bratwürstchen. Unsere während des Workshops hergestellten Meisterwerke nahmen wir mit nach Hause. Was für ein interessanter und spaßiger Tag!

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