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Die Kleinste der Welt

am 21.03.2017

Familienunternehmen besteht seit 30 Jahren

Ein Leben für die Schokoküsse. Wolfgang Keil (65) aus Schotten-Wingershausen betreibt die wohl kleinste Schokokussfabrik der Welt. Reporterin Anna-Lena Reith (11) aus Johannesberg hat ihn zu seinem Beruf befragt.

„Ich habe den Beruf des Konditors gelernt und mich dann auf Schokoküsse spezialisiert“, sagt Wolfgang Keil. Seine Schokokussfabrik ist wahrscheinlich die kleinste auf der Welt. 1987 hat er sie gegründet. In diesem Jahr steht ein runder Geburtstag an. Das 30-jährige Bestehen der Mini-Fabrik wird am Dienstag, 3. Oktober, mit einem großen Straßenfest gefeiert. Ponyreiten, Kinderschminken und Schokokussessen inklusive.
Die Produktion befindet sich im Wohnhaus von Wolfgang Keil. Als wir Schlaufuchs-Reporter vor Ort waren, mussten wir eine Schürze und eine Kopfbedeckung anziehen. Das ist für alle Besucher Vorschrift. Denn an der Straßenkleidung befinden sich oft Bakterien oder Keime. Sie dürfen nicht in die Süßigkeiten gelangen.
Neben den Schokoküssen verkauft Keil selbstgemachte Pralinen und Marmelade. Letztere stellt eine Mitarbeiterin her. Torten gehören ebenso zum Sortiment. Darunter – natürlich – auch eine Schaumtorte. Kaufen kannst du die Schokoküsse nur direkt in der Fabrik, Untere Weinbergstraße 5, in Schotten-Wingershausen. Besichtigungen und Vorführungen werden zudem angeboten. Für Erwachsene kostet der Eintritt dann 10 Euro, Kinder zahlen 6 Euro.
Geöffnet ist die Fabrik montags bis freitags von 8 bis 12.30 und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr. Keil bietet seine Ware außerdem auf Märkten in der Region an, zum Beispiel auf dem Katharinenmarkt in Steinau an der Straße oder auf dem Kalten Markt in Schlüchtern.

Hintergrund: Wer hat den Schokokuss erfunden? Reporterin Maga Heim (8) aus Poppenhausen hat recherchiert: Eine Spur führt nach Frankreich. Ende des 19. Jahrhunderts sollen dort die ersten Schokoküsse hergestellt worden sein, heißt es in Deutschland. In Israel ist man sich einig, dass die Dänen den Schaumkuss vor 200 Jahren erfunden haben. Und wer war es jetzt? Na ja, sicher ist jedenfalls, dass man nicht mehr Mohrenkopf sagt. Denn Mohr ist eine alte Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe. Heute gilt sie als beleidigend. Das trifft auch auf das Wort Negerkuss zu.

Mehr Bilder vom Reporter-Ausflug gibt es hier

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