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Willkommen, lieber Frühling!

am 17.03.2017

Schlaufuchs-Reporterin berichtet vom spanischen Fest Fallas

Die Fallas sind ein buntes und lautes Fest. Zum Frühjahrsbeginn finden sie in Spanien statt. Schlaufuchs-Reporterin Hannah Vetter (10) aus Hosenfeld hat das Fest mit ihrer Familie besucht.

Dieses Frühlingsfest gibt es nur in der Stadt Valencia und der Communidad Valencia in Spanien. Es beginnt immer am 1. März und findet seinen Höhepunkt am 19. März. Das ist diesmal am morgigen Sonntag. Dann werden die Fallas-Figuren verbrannt.
Der 19. März ist der Feiertag des Heiligen Josef. Er gilt als Schutzpatron der Zimmerleute. Sie entrümpelten im März ihre Werkstätten und verbrannten die alten Sachen. Damit feierten sie das Ende des Winters.
Im Laufe der Zeit entstand der Brauch, Figuren zu bauen, die regionale, nationale und internationale Ereignisse verhöhnten, ähnlich wie bei den Rosenmontagsumzügen. Die Figuren waren früher aus Holz und Pappe. Sie können bis zu 20 Meter hoch sein.
In Valencia und den umliegenden Dörfern gibt es circa 400 Fallas-Vereine. Jeder Stadtteil und jedes Dorf hat seinen eigenen Verein. Jeder Verein wählt eine Königin: die Fallera mayor. Bei den Kindern wird eine Fallera mayor infantil gewählt. Sie haben also ihre eigene Königin. Die Schönste von allen Königinnen ist die Fallas-Königin von ganz Valencia.
Die Falleras tragen prächtige Kleider mit Unterröcken, Brusttüchern und Schürzen sowie aufwendigen Haarschmuck. Neue Kleider kosten mehrere 1000 Euro, selbst für gebrauchte zahlt man bis zu 1000 Euro. Die Kostüme der Männer, der Falleros, sind einfacher und nicht so teuer. Der wichtigste Auftritt für die Falleras ist die Ofrenda de Flores. In einem langen Umzug bringen sie Blumengaben zu einer riesigen Statue. Die Blumensträuße werden an einem Holzgestell befestigt und bilden so den 14 Meter langen Mantel der Jungfrau der Schutzlosen, der Schutzpatronin Valencias. Dies ist ein sehr ergreifender Moment. Viele Frauen und Mädchen weinen dabei.
Ganz anders ist es bei der Mascletà, einem Knallerspektakel auf dem Rathausplatz. Ab dem 1. März findet dort jeden Mittag um 14 Uhr ein sogenanntes Knallerwerk statt. Kenner hören darin eine Sinfonie, die sich bis zum 19. März steigert. Ich fand es einfach nur laut. Um die Mittagszeit sind Valencias Straßen voller Menschen. Die Menschen, die diese Mascletàs machen, werden gefeiert wie Popstars. Während der Fallas beleuchten die Vereine die Straßen mit Lichterketten. Einige entwerfen sogar Lichtershows. Manchmal kann es während der  Fallas-Wochen auf den Straßen richtig laut werden, weil überall Knallkörper geworfen werden. Die größten Feuerwerke finden nachts im Turia-Park statt.
In einer Ausstellung werden die Ninots, das sind Teile der Fallas-Figuren, ausgestellt. Jeder kann die für ihn schönste Figur wählen. Die Figur mit den meisten Stimmen kommt ins Fallas-Museum und wird nicht verbrannt. Am 15. März werden die Figuren aufgebaut und in der Nacht vom 19. auf den 20. März verbrannt. Diese „La cremà“ ist der Höhepunkt und das Ende der Fallas.

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