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Casting für die Musicalbühne

am 14.03.2017

Schlaufuchs-Reporterin über spotlights Young Actors Academy

Musicaldarsteller müssen gut singen, tanzen und schauspielern können. Dabei gilt: Früh übt sich. Unsere Schlaufuchs-Reporterin Stephanie Schwing (13) aus Wartenberg hat am Casting der Young Actors Academy von spotlight teilgenommen.

Die Päpstin, Die Schatzinsel, Der Medicus – die spotlight-Musical-Produktionen aus Fulda sind deutschlandweit bekannt. Kürzlich habe ich an einem Vorsprechen der Young Actors Academy von spotlight teilgenommen. Spotlight sucht Darsteller für ein neues Musical. Es ist für den Sommer 2020 geplant. In den vergangenen Jahren habe ich in drei Musicals mitgespielt. Ich wusste also, wie ein Casting abläuft, und meine Aufregung war nicht so groß.
Ein paar meiner Mitstreiter hatten bereits Erfahrung, andere waren zum ersten Mal dabei. Das Casting wurde von Christoph Jilo und Peter Scholz geleitet. Jilo schaute sich das Vorsprechen an und coachte uns. Für das Vorspielen mussten wir zwei Szenen aus dem Musical „Die Päpstin“ auswendig lernen. Jilo half uns, in die Rollen hineinzuschlüpfen. Eine der Szenen ist aus dem ersten Akt des Musicals: Johanna, die spätere Päpstin, wacht darin auf und will von Zuhause weglaufen. Die Geschwister haben nämlich einen bösen, gewalttätigen Vater. Johanna fürchtet sich vor ihm. Johannes, ihr Bruder, hält seine Schwester zuerst für verrückt, stimmt ihrem Fluchtplan aber dann doch zu. Damit die Szene gelingt und der Ernst der Lage deutlich wird, muss die junge Johanna überzeugend gespielt werden.
Wie das geht, zeigte uns Jilo. Um gut zu spielen, versetzt du dich in die Rolle hinein, spielst die Situation in deinem Kopf ab. Jilo versicherte uns auch, dass wir überhaupt nicht aufgeregt sein brauchten und uns nicht zu sehr auf den auswendig gelernten Text konzentrieren sollten. Verbesserungsvorschläge seien zudem keine Kritik, schließlich gehe es darum etwas zu lernen, und wie man manche Sachen besser machen könnte.
Nach dem Vorspielen ging ich zu Peter Scholz. Er wartete in einem anderen Raum auf uns. Nun ging es um das musikalische Können. Wer etwas vorbereitet hatte, durfte vorsingen. Wer nichts hatte oder sich nicht traute, machte ein paar Gesangsübungen, zum Beispiel die Tonleiter auf den Laut „Nein“ oder „Ja“ singen. Scholz nahm uns gleich zu Beginn die Aufregung. Er erzählte ein Erlebnis aus seiner Vergangenheit. Damals musste er selbst mit Ungewissheit und schrecklicher Aufregung umgehen. Verglichen mit dem Casting war das gut nachvollziehbar.
Ich sang den Refrain von dem Lied „Hello“ von Adele vor. Jeder wurde während des Singens aufgenommen. Mir machte sowohl das Vorspielen bei Christoph Jilo als auch das Singen bei Peter Scholz Spaß. Nach dem Vorsingen war das Casting schon vorbei, und wir Teilnehmer hatten alle viel zu erzählen. Nun heißt es erstmal warten, bis die Entscheidung gefallen ist. Egal wer nun dabei ist oder nicht, wir alle haben an diesem Tag viel gelernt und durften in die aufregende Musicalwelt hineinschnuppern.

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