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Erst die Arbeit, dann die Kräppel

am 06.03.2017

Schlaufuchs-Reporter über Vorbereitungen zum Hutzelfeuer

Holzscheit um Holzscheit wächst der Haufen für das Lagerfeuer. Schlaufuchs-Reporter Niclas Goldbach (14) berichtet von den Vorbereitungen in Rothemann.

Wenn die Dämmerung hereinbricht und die Hutzelfeuer lodern, dann wird es richtig gemütlich in unserer Region. Als Hutzelsonntag bezeichnet man den ersten Sonntag in der Fastenzeit. In meinem Heimatort Rothemann werden schon seit Anfang der 50er Jahre Hutzelfeuer veranstaltet. Damals gab es noch zwei Feuerstellen im Dorf. Das Hutzelfeuer soll symbolisch den Winter vertreiben.
In den Wochen vor dem Hutzelsonntag gibt es zwei Sammelaktionen. Das Holz für das Feuer muss ja irgendwo herkommen! Weihnachtsbäume und Heckenschnitte werden dabei mit einem großen Traktor und einem Anhänger eingesammelt. Außerhalb des Ortes wird das Holz übereinandergeschichtet. Bei uns in Rothemann organisiert das die Kirmesjugend der Kolpingfamilie. Ich habe zugeschaut und gesehen, dass es neben der Arbeit Spaß macht, etwas zusammen zu tun.
Die sogenannten Hutzeljungen werden beim Aufschichten durch Helfer der Gemeinde Eichenzell unterstützt. Die Mädchen der Kirmes treffen sich in der Woche zuvor, um die Hutzelpuppe aus Stroh zu basteln. Sie wird oben auf den Scheiterhaufen gestellt. In der Nacht vor dem Hutzelsonntag gibt es sogar eine Wache von mehreren Kirmesjungen. Nicht dass sich jemand einen Scherz erlaubt und das Feuer  vorher anzündet.
Am Sonntagabend laufen viele Eltern und Kinder mit ihren Laternen und Fackeln zu unserem Hausberg, dem Steinhauck, hinauf. Bei Einbruch der Dunkelheit – also gegen 18 Uhr – wird das Hutzelfeuer entzündet. Es werden Kräppel verschenkt, die von den Mädchen gebacken wurden. Wer etwas Herzhaftes möchte, kann sich ein gegrilltes Würstchen kaufen. Vom Steinhauck aus kannst du die Feuer der anderen Dörfer rund um Rothemann beobachten.

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