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Alle einsteigen, der Zug fährt ab!

am 27.02.2017

Schlaufuchs-Reporter besucht das Hünfelder Bahnmuseum

In Hünfeld gibt es in der Nähe vom Bahnhof einen alten Wasserturm. Darin befindet sich ein kleines, aber feines Bahnmuseum. Hier werden knapp 150 Jahre der Bahngeschichte von Hünfeld erzählt. Ich, Schlaufuchs-Reporter Henry Hambach (8) aus Burghaun, habe mit meinen Brüdern Tom und Mike das Museum besucht.

Das Bahnmuseum ist eine Außenstelle des Hünfelder Konrad-Zuse-Museums. In dem alten Wasserturm waren früher vier riesengroße Wasserbehälter untergebracht. Diese versorgten die Dampflokomotiven vom Hünfelder Bahnhof mit Wasser.
Ohne Wasserdampf konnten die alten Loks nämlich nicht fahren. Nachdem die Dampfloks von Diesel- und Elektroloks abgelöst wurden, stand der Wasserturm für viele Jahre leer. Später wurde das Gebäude renoviert. Seit 2013 befindet sich dort das heutige Bahnmuseum. Hier werden 150 Jahre Hünfelder Bahngeschichte lebendig dargestellt.
Eine Zeitschiene in der Mitte des Ausstellungsraumes zeigt auf vielen alten Fotos die Geschichte der Bahnstrecke Fulda–Bad  Hersfeld und auch die Geschichte der „Bimbel“.
Die „Bimbel“ war zwischen Hünfeld und Treischfeld unterwegs. Diese Strecke gibt es heute nicht mehr. Der Personenverkehr wurde 1972 eingestellt, der Güterverkehr nach Eiterfeld endete 1992. Die alte Bahnstrecke ist heute ein sehr schöner Radweg. Am ehemaligen Ostbahnhof in Burghaun ist heute ein alter Wagon abgestellt, in dem ein Ausflugslokal ist. Durch die vielen Bilder konnte ich mir eine gute Vorstellung machen, wie es früher am Bahnhof und den Gleisen aussah. Im ersten Weltkrieg wurden viele Verwundete mit der Bahn nach Hünfeld in das Kloster gebracht, das als Lazarett eingerichtet war. Am 21. November 1944 wurde der Hünfelder Bahnhof bombardiert. In der Unterführung starben damals 61 Menschen. Eine Gedenktafel erinnert heute noch daran. Nach dem Krieg war die Eisenbahn das noch einigermaßen funktionierende Transportmittel.
Im Bahnmuseum gibt es viel zu sehen: Uniformen, Schilder, Signalzeichen, Schienen, Fahrkarten und vieles mehr. All diese Dinge wurden uns gut erklärt. Ich habe erfahren, dass früher die Eisenbahn nur mit einem besonderen Schmiermittel fahren konnte. Mit diesem mussten die Räder immer wieder gefettet werden. Wenn ein Zug in einem Bahnhof einfuhr, wurden schwere Bremsklötze auf die Schienen gelegt. Die Arbeit der Bahnarbeiter war früher anstrengend und schwer. Viele der Ausstellungsstücke durften wir in die Hand nehmen und genauer anschauen und ausprobieren. Den Signalhebel und Weichenhebel habe ich natürlich auch verstellt.
Museumsbesucher können auch auf einer Holzbank Platz nehmen und sich wie in der „Holzklasse“ fühlen. Auf einem Monitor zieht die Bahnstrecke Fulda–Bad  Hersfeld vorbei. Der Museumsbesuch war für meine Brüder und mich sehr spannend. Wenn ich heute an einem Bahnhof bin, ist alles anders. Da sehe ich Schnellzüge und viel Computertechnik. Ich kann mir jetzt aber vorstellen, wie es früher einmal war.

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