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Vom Erfinder des Computers

am 26.01.2017

Schlaufuchs-Reporter besuchte Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld

Laptop, Smartphone und Tablet gehören heute zum Alltag. Doch wer hat den ersten Computer erfunden? Schlaufuchs-Reporter Henry Hambach (8) aus Burghaun hat das herausgefunden.

Weißt du, wann der erste Computer erfunden wurde? Wie groß er war und wer ihn erfunden hat? Die Antworten auf diese Fragen findest du im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld.
Der Erfinder und Vater des Computers heißt Professor Dr. Konrad Zuse. Er hat viele Jahre in Hünfeld gelebt und wurde zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Daher trägt das Hünfelder Museum seinen Namen. Dort gibt es eine große Ausstellung über ihn. Ich habe von den Museumsmitarbeitern Irmgard und Herbert Topat viele interessante Informationen erhalten.
Im Jahre 1941 baute Konrad Zuse den ersten voll funktionsfähigen, programmgesteuerten Rechner der Welt mit dem Namen Zuse Z3. Das Wort „Computer“ gab es damals noch nicht. Ich habe mir im Museum einen Nachbau der Z3 anschauen können. Das Original des Rechners ist im Zweiten Weltkrieg in Berlin zerstört worden.
Der Computer brauchte sehr viel Platz. Er war so groß wie ein Kleiderschrank und füllte einen ganzen Raum. Er wog eine Tonne, was so viel ist wie ein Auto. Die Z3 konnte folgende Rechenarten: Addition, Subtraktion, Multiplizieren, Dividieren und Wurzelziehen. Die in die Maschine eingegebenen Dezimalzahlen wurden in Dualzahlen nach dem binären System umgewandelt. Irmgard Topat hat mir an einem Modell erklärt, wie das binäre System funktioniert und wie der Rechner arbeitet.
Die Steuerung der Z3 lief über Lochstreifen. Ich durfte sogar meinen Namen mit einer speziellen Schreibmaschine selbst auf Lochstreifenband schreiben und mit nach Hause nehmen. Das Hünfelder Museum hat die weltweit größte Sammlung von Zuse-Geräten, darunter die  Rechner Z11 und Z23.
Dank Herbert Topat ist die Z11 wieder funktionsfähig. In Hunderten Stunden hat er ehrenamtlich an dem Rechner gearbeitet und ihn restauriert. Der Rechner Z11 wurde 1954 als Spezialrechner für die Landvermessung entwickelt. Von diesem Modell wurden insgesamt 48 Rechner hergestellt.
Heute sind Computer kleiner, leichter, können schneller und besser rechnen. Aber was wäre gewesen, wenn Zuse nicht gesagt hätte: „Ich bin zu faul zum Rechnen?“ Aus diesem Grund suchte der junge Ingenieur einst nach etwas, das ihm half,  anstrengende Rechenaufgaben zu lösen. Zuse war auch ein toller Maler. Er hat viele Bilder gemalt, darunter Ölgemälde, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen. Im Museum sind seine Kunstwerke ausgestellt.
Zuses Spuren sind in Hünfeld überall zu finden. Ein Hotel und eine Schule sind nach ihm benannt. Im Bürgerpark steht eine Statue von ihm. Er hat in der Nähe gewohnt und ist dort oft spazieren gegangen. Weitere Infos gibt es hier

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