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Geschenke unter der Kolter

am 23.12.2016

Tadeus und Philomena erzählen von Weihnachten

Weihnachten ist das Fest der Familie. Bei den Schlaufuchs-Reportern Philomena (10) und Tadeus (12) startet Heiligabend deshalb mit einem Brunch bei der Großtante. Und nachmittags machen die beiden beim Krippenspiel mit.

Am Morgen des Heiligen Abends fahren wir immer nach Rothemann zu unserer Großtante Marianne. Dort treffen wir uns mit der ganzen Großfamilie zum Brunchen. Jeder bringt was zu Essen mit. Wir singen zusammen, sagen Gedichte auf und dann verteilen wir Kinder die ersten Geschenke. Unsere Uroma Rosa hat jedes Jahr ihr Lieblingsgedicht aufgesagt: „Markt und Straßen steh´n verlassen“. Das konnte sie auch mit 96 Jahren noch total gut. Im Sommer ist sie auf einmal gestorben, und wir waren sehr traurig. An Weihnachten werden wir ganz viel an sie denken.
Mittags fahren wir wieder nach Hause nach Gläserzell. Denn wir haben Generalprobe für unser Krippenspiel. Seit Wochen haben wir Messdiener von Gläserzell und Kämmerzell das mit Sarah Grittner geprobt. Um 16 Uhr wird die Kirche rappelvoll, wenn unser Krippenspiel beginnt. Jedes Jahr führen wir ein anderes auf, meistens auch ein bisschen moderner. In diesem Jahr spielen wir beide Kaiser Augustus, einen Engel und einen Hirten. Das ist immer sehr feierlich.
Danach gehen wir nach Hause. Dort lesen wir noch ein bisschen, bis wir das Glöckchen hören. Bei uns bringt das Christkind die Geschenke. Unsere Mutter kann den Weihnachtsmann nicht leiden. Dann rennen wir ins Wohnzimmer, das bis dahin abgeschlossen war. Das ist immer ziemlich aufregend. Denn alles ist voller Kerzenschein und unser Weihnachtsbaum brennt auch mit echten Kerzen.
Auf dem Teppich liegen die Geschenke unter unserer roten Kolter. Unsere große Schwester Cosima, unsere Eltern und wir beide setzen uns drumherum und dann machen wir Bescherung. Erst darf einer von uns ein Geschenk aus der Kolter ziehen und auspacken. Die anderen sehen dann, was es ist. Dann ist jemand anderes dran. Wenn alle Geschenke verteilt sind, machen wir ganz gemütlich Raclette. Zum Schluss sitzen wir noch bis spät in die Nacht zusammen und spielen.

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