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Ein Fürstabt und viele Treppen

am 25.11.2016

Schlaufuchs-Reporter auf Erkundungstour in Fuldas Stadtschloss

Mehr als 100 Räume, 184 Treppen und ein Turm: In Fuldas Stadtschloss lässt sich so einiges entdecken, finden die Schlaufuchs-Reporter Henry Hambach (8) aus Burghaun und Vivienne Eilers (10) aus Marbach.

Weißt du eigentlich, wo die Stadtverwaltung in Fulda ihren Sitz hat? Richtig, im Stadtschloss. Wie der Name schon sagt, war das Stadtschloss nicht immer ein Rathaus. Auf unserem Schlaufuchs-Reporter-Ausflug haben wir von Johannes Heller (44) von der Pressestelle der Stadt erfahren, dass das Gebäude früher eine Burg war: die Abtsburg. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde sie erbaut.
Damals wohnten die Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe in der Abtsburg. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude häufig umgebaut. 1671 zum Beispiel im Renaissancestil des 15. und 16. Jahrhunderts. Nach dem künstlerischen Vorbild dieser Epoche wurden neben Kunst und Musik nämlich auch Gebäude gestaltet.
Das heutige Barockschloss entstand zwischen 1708 und 1714. Es wurde zu einer Vierflügelanlage mit zwei Seitenflügeln und einem Ehrenhof erweitert. Der Barock ist übrigens auch eine Epoche. Baumeister Johann Dientzenhofer kannte sich gut mit barocken Formen aus. Deshalb durfte er das Stadtschloss dementsprechend umbauen. Der gesamte Komplex inklusive Schlosstheater ist circa 280 Meter lang und etwa 70 Meter breit. Der Fuldaer Dom wurde ebenfalls nach den Entwürfen des Baumeisters gestaltet. Dientzenhofers Auftraggeber war Fürst Adalbert von Schleifras.
Seit 1894 wird das Schloss als Sitz für die Stadtverwaltung genutzt. Heute arbeiten 1000 Menschen in der Verwaltung. Der Stadtrat, er heißt Magistrat, besteht aus 14 Personen, elf davon sind ehrenamtlich tätig. Außerdem gibt es mehrere Außenstellen. Seit 1945 hatte die Stadt zehn Bürgermeister. Eine Million Euro gibt der Baubürgermeister Daniel Schreiner (39), Stadtbaurat genannt, im Jahr für städtische Baustellen aus. Das Schloss selbst hat mehr als 100 Räume. Vom Haupteingang bis zur Turmspitze zählt man 184 Treppen.
Im Zweiten Weltkrieg ist das Stadtschloss teilweise zerstört worden. Die Schäden von damals sind längst beseitigt. Ein Teil des Stadtschlosses ist nun ein Museum. Viele der historischen Räume kannst du besichtigen. Dort sind Gemälde, Möbel und Porzellan ausgestellt.
Im Spiegelkabinett hängen viele kleine und große Spiegel an den Wänden. Es war früher ein Ankleidezimmer. Der Fürstensaal ist der Sitzungssaal für die Stadtverordnetenversammlung. Er wird zudem für Konzerte genutzt. Auf dem 35 Meter hohen Schlossturm weht eine Fahne, die schon von Weitem zu sehen ist. „Wie viel das Schloss wert ist, ist eine schwierige Frage“, sagt Johannes Heller. Der „kaufmännische Wert“ liege zwar bei 10,3 Millionen Euro, aber das Stadtschloss sei viel mehr wert. Man bedenke nur die wertvolle Einrichtung.

Weitere Bilder vom Ausflug der Schlaufuchs-Reporter findest du hier

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