Menü Button Lupe
Rhön Magazin Logo
Share Button
 
 

Schreibtipps aus erster Hand

am 25.11.2016

Schlaufuchs-Reporterin trifft „Erebos“-Autorin Ursula Poznanski

Krimis und Thriller für Jugendliche – das ist die Welt von Ursula Poznanski. Schlaufuchs-Reporterin Stephanie Schwing (13) aus Wartenberg hat eine Lesung der bekannten Autorin besucht.

Hoher Besuch an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach. Ursula Poznanski war zu Gast. Sie ist eine Autorin aus Österreich und schreibt hauptsächlich Krimis und Thriller für Jugendliche, zum Beispiel den Roman „Erebos“. 
Poznanski las für uns aus ihrem neuen Jugendthriller „Elanus“. Darin geht es um den 17-jährigen Jona, der ein Stipendium an einer Eliteuniversität bekommt. Jona kommt mit anderen Leuten nicht so gut klar, deshalb beschließen seine Eltern, ihn bei einer Gastfamilie in der Nähe der Universität unterzubringen. Der Junge hat eine Drohne, der er den Namen Elanus gegeben hat. Jona setzt sie heimlich ein, um Studenten zu beobachten, die ihn gemobbt haben. Doch dann passiert etwas Unerwartetes, und plötzlich steckt Jona in tödlicher Gefahr.
Nach der Lesung durften wir Ursula Poznanski Fragen zu ihren Büchern, ihrem Lebenslauf und dazu stellen, wie sie Autorin geworden ist. Dabei haben wir viele spannende Dinge erfahren: Der Name „Elanus“ leitet sich zum Beispiel ab von der lateinischen Bezeichnung einer Greifvogelart: Elanus caeruleus. Diese Tiere sind vergleichbar mit einer Drohne. Denn sie haben einen weiten Blickwinkel, sind klein und leise.
Das erste Buch der Autorin war ein Kinderbuch. Erst im Laufe der Zeit entwickelte sie sich hin zum Genre Thriller. Bei einem Buch kümmern sich die Mitarbeiter des Verlags um Titelbild und Klappentext. Sie legen auch den Abgabetermin der neuen Bücher fest. Als Autor darf man sich nämlich nicht allzu lange Zeit lassen, bis ein Buch fertig ist. Ursula Poznanski schreibt am Tag zwischen fünf und sechs Seiten. Von der Idee bis zum fertigen Buch dauert es seine Zeit. Doch die Autorin vergisst keine ihrer Ideen. Sie behält sie alle im Kopf und arbeitet sie nach und nach in den Text ein. Bevor sie anfängt zu schreiben, weiß Poznanski schon, wie ihre Romane enden. Vor allem bei Krimis und Thrillern ist das wichtig. Wenn man schon weiß, wie der Roman ausgeht, verrät man nicht so viel über den Täter. Ob die Handlung logisch ist, lässt sich im Vorfeld überprüfen.
Im Anschluss signierte Ursula Poznanski unsere Bücher. Es fühlte sich besonders an, mit einer echten Autorin zu sprechen und von ihren Erfahrungen mit dem Schreiben zu hören. Am Ende gab sie uns noch Tipps, falls einer von uns Schülern gerade selbst an einer Geschichte oder an einem Buch arbeitet. Man braucht zum Beispiel viel Zeit und Geduld, damit man durch Ausprobieren seinen eigenen Schreibstil findet. Viel Lesen gehört auch dazu.

Schlaufuchs-Termine

Keine Artikel in dieser Ansicht.