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Mmh, so wird Apfelsaft gemacht

am 15.11.2016

Schlaufuchs-Reporter berichtet über Besuch in Kelterei

Äpfel – davon hatte die Familie von Schlaufuchs-Reporter Henry Hambach (8) aus Burghaun in diesem Herbst wirklich mehr als genug. Doch wohin mit den sogenannten Paradiesfrüchten?

In unserem Garten und auf unserer Obstbaumwiese hingen vor Kurzem noch sehr viele Äpfel an den Bäumen. Ich trinke sehr gerne Apfelsaft. Da hatten wir auch gleich eine gute Idee. Wir wollen dieses Jahr unseren eigenen Bio-Apfelsaft trinken! Deshalb sind wir zur Kelterei Malkmus nach Uttrichshausen gefahren.
An einem Samstagmorgen habe ich zusammen mit meinen Brüdern Tom und Mike 250 Kilogramm Äpfel frisch vom Baum gepflückt. Nachdem die Körbe ins Auto gepackt waren, sind wir zur Kelterei Malkmus gefahren. Dort gibt es eine vollautomatische Einbandpresse. Und die funktioniert so: Als erstes werden die Äpfel gewaschen. Danach werden sie von der Maschine gehäckselt.
Die Einbandpresse presst daraus den reinen, naturtrüben Apfelsaft. Dieser wird über Schläuche direkt in große Edelstahlbehälter gepumpt. Sie fassen bis zu 300 Liter. In den Behältern wird der Saft auf 80 Grad Celsius erhitzt. Man nennt diesen Vorgang „pasteurisieren“. Die Pressrückstände der Äpfel – auch Trester genannt – werden über ein Förderband abtransportiert. Der Trester kann als Viehfutter für Kühe verwendet werden.
Der heiße Saft wird in eine Bag-in-Box abgefüllt. Dies ist ein spezieller Pappkarton mit einem losen, luftdichten PE-Innenbeutel mit Zapfhahn. Im verschlossenen Zustand ist der Saft ein  Jahr haltbar. Es gibt Beutel mit fünf oder zehn Litern. Meine Brüder und ich durften beim Verpacken helfen und die Etiketten aufkleben. Der Apfelsaft war in den Verpackungen noch sehr warm.
Ich habe unseren frischen Bio-Apfelsaft vor dem Abfüllen schon probieren können. Mmh, er war sehr lecker! Am Ende hatten wir 140 Liter frischen Apfelsaft aus unseren 250 Kilogramm Äpfeln gewonnen. Ich freue mich schon sehr darauf, in der nächsten Zeit meinen eigenen Saft zu trinken.

Info: 20 000 Apfelsorten gibt es auf der Welt. Das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas ist das Alte Land bei Hamburg. Äpfel, die zum Essen verkauft werden, heißen Tafeläpfel. Obstbauern ernten sie von Hand. Erntemaschinen schütteln die Mostäpfel von den Bäumen in Wannen. Weil aus ihnen Saft gepresst wird, ist es nicht schlimm, wenn sie dabei beschädigt werden.

Mehr über die Kelterei Malkmus erfährst du hier

 

 

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