Menü Button Lupe
Rhön Magazin Logo
Share Button
 
 

Flotte Kufen und ein Puck

am 28.10.2016

Flotte Kufen und ein Puck

Brrrr – in einer Eissporthalle ist es kalt! Gut, dass es einem beim Eishockey spielen schnell warm wird. Die Schlaufuchs-Reporterinnen Isabel Wirths (10) aus Fulda und Hannah Vetter (10) aus Hosenfeld waren bei den Luchsen Lauterbach.

Bestimmt hast du schon einen Eishockeyspieler gesehen. In Deutschland ist die Sportart nicht so verbreitet wie zum Beispiel in Kanada. Eishockey ist zwischen 1840 und 1875 erfunden worden. In Kanada wurde es das erste Mal gespielt. Britische Soldaten übertrugen die Sportart Shinty, eine Form des Hockeys, auf Schnee und Eis. Der Grundstein für das moderne Eishockey war gelegt. Nun ist es Kanadas Nationalsport.
Das Wort Hockey stammt von dem altfranzösischen Begriff „hoquet“ ab. Es bedeutet „krummer Stock“. Eishockey gilt als der schnellste Mannschaftssport der Welt. Gespielt wird es in unserer Region  in der Eissporthalle Lauterbach. Das Team heißt Luchse Lauterbach.
Kürzlich haben wir Schlaufuchs-Reporter der Jugendmannschaft beim Training zugeschaut. Wir durften sogar mit auf das Eis. Vorher trafen wir Stürmer Jan-Luca Niemann (8) und seinen Vater Uwe (45) in der Umkleidekabine. Sie zeigten uns, welche Ausrüstung ein Spieler braucht: Helm mit Gitter, Schutz für Hals, Brust und Ellenbogen, Handschuhe, gepolsterte Hose, Tiefschutz (den müssen auch die Mädchen tragen), Strapse für Stutzen, Schienbeinschoner inklusive Knieschützer, Eishockeyschlittschuhe, Eishockeyschläger, lange Unterwäsche und Trikot. 400 Euro kostet alles zusammen. Für die Spiele gibt es Trikots und Stutzen vom Verein.
Manfred Naumann (60), Vorsitzender des Vereins, erklärte uns, dass die Pucks aus Hartgummi sind, die Schläger aus Holz oder Carbon. Der Torwart hat einen Schläger, der unten breiter ist. Auf dem Spielfeld sind fünf Spieler und ein Torwart im Einsatz. Die Positionen sind die gleichen wie beim Fußball: Torwart, Verteidiger, Außen- und Mittelstürmer. Doch ein Spiel dauert nur dreimal 20 Minuten. Zwischen den Spielzeiten gibt es eine Pause. Bei jeder Spielunterbrechung wird die Zeit angehalten. So kann sich die Spieldauer stark verlängern. Die wichtigsten Regeln: Der Puck darf nur mit dem Schläger ins Tor geschossen und nicht über Schulterhöhe gespielt werden. Ihn mit der Hand zu stoppen, das ist erlaubt, Werfen nicht. Ein Handpass ist nur im eigenen Verteidigungsdrittel zulässig. Wer foult, bekommt eine Zeitstrafe.
Das beste Alter, um mit dem Eishockey anzufangen, ist mit drei bis fünf Jahren. Spätestens solltest du aber mit zehn bis zwölf Jahren beginnen. Im Eishockey kannst du als Profi Karriere machen. Dafür gibt es bei großen Vereinen – wie in Mannheim und Köln – Internate.
Bei den Luchsen ist nur Trainer Arno Lörsch hauptberuflich beschäftigt. Er trainiert die erste Mannschaft und alle Jugendmannschaften. Die Spieler machen neben dem Sport eine Ausbildung, gehen arbeiten oder studieren. In Lauterbach trainieren Jack Fardoe und Kenny Matheson aus Kanada. Letzterer ist über einen Spielervermittler zu den Luchsen gekommen. Er möchte Europa kennenlernen. Mit dem Eishockey verdient er sich sein Taschengeld.

Weitere Bilder vom Ausflug der Schlaufuchs-Reporter findest du hier

Schlaufuchs-Termine

Keine Artikel in dieser Ansicht.