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Ohne Ammoniak geht es nicht

am 28.10.2016

Eisbahnen werden vor Training und Spielen präpariert

Warum haben Eishockeyteams eigentlich Tiernamen? Wie wird das Eis präpariert? Und wieso braucht man eine Halskrause? Diesen Fragen widmeten sich die Schlaufuchs-Reporter Justus Müller (10) aus Marbach und Kilian Romstadt (9) aus Hofbieber.

Eishockey ist schnelles, dynamisches Spiel, das erfuhren wir beim Training der Lauterbacher Luchse in der Eissporthalle. Als wir dort ankamen, bereiteten sich die Spieler der Jugendmannschaften gerade auf das Training vor.
Manfred Naumann (60) erklärte uns, dass der Verein einen Tiernamen hat, weil das im Eishockey so üblich ist. Da es nun wieder Luchse in den Wäldern unserer Region gibt, findet er den Namen passend. Naumanns Vorbild ist Erich Kühnhackl. Er war Eishockeyspieler und Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Neben seinem eigenen Verein findet Naumann die Eisbären Berlin gut. In den Umkleideräumen erfuhren wir einiges über die Ausrüstung. Sie ist nötig, damit sich die Spieler nicht verletzten. Ein wichtiges Utensil ist die Halskrause. Sie schützt den Kehlkopf vor Puck und Schläger.
Wer schnell über das Eis flitzen will, muss seine Schlittschuhkufen schleifen lassen. Bevor die Spieler auf die Bahn dürfen, wird sie von Eismeister André Ihlau (50) mit der Eismaschine präpariert. Andere Maschinen sind auch wichtig. Sie machen das Eis und sind in einem extra Raum untergebracht. Das liegt daran, dass sie sehr laut sind. Die Eisschicht ist drei Zentimeter dick und aus Wasser. Eine große Anlage bringt das Wasser auf der Bahn zum Gefrieren. Als Kältemittel, das sich in den Rohren unter der Eisfläche befindet, wird Ammoniak verwendet. Das ist eine giftige Chemikalie.
Die Luchse haben vier Jugendmannschaften. Die kleinsten, U8 und U10, spielen in Turnierform. Bei ihnen dauert ein Spiel zweimal zwölf Minuten und wird quer zur Eisfläche gespielt. So können mehrere Spiele gleichzeitig ausgetragen werden. Wer die meisten Turniere gewinnt, ist Hessenmeister. Weitere Teams sind die Kleinschüler und die Knaben. Sie spielen wie die Erwachsenen auf großem Feld. Mädchen und Jungs spielen in den Mannschaften zusammen.

Maximilian Slabon (10) aus Hosenfeld hat Zahlen zusammengetragen: Das Eisstadion in Lauterbach wurde 1971 gebaut, vorerst ohne Dach. Dieses kam 1989 hinzu. Renoviert wurde die Halle ab Juli 2011. Die Wiedereröffnung fand am 11. November 2012 statt. Davor war die Halle geschlossen. Mit einer Grundfläche von 80 mal 50 Metern fasst das Stadion circa 1200 Besucher. Der Verein Luchse Lauterbach wurde 2012 gegründet. Er hat 340 Mitglieder. Zehn davon arbeiten als Trainer. Wer Interesse hat, Eishockey zu spielen, kann unverbindlich zum Training kommen. Trainiert wird immer dienstags und donnerstags um 17 Uhr. Die Ausrüstung stellt der Verein anfangs zum Ausprobieren zur Verfügung. Weitere Informationen findest du hier

Weitere Bilder vom Ausflug der Schlaufuchs-Reporter findest du hier

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