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Hallo, ist da wer? Ja, der Scheich!

am 07.10.2016

Maus-Türöffnertag bei den Funk-Amateuren in Petersberg

Egal ob Scheich oder Schüler – bei den Amateurfunkern duzen sich alle. Schlaufuchs-Reporter Elias Boschmann (13) aus Burghaun war am Maus-Türöffnertag bei den Funk-Amateuren in Petersberg.

Der Maus-Türöffnertag am Tag der Deutschen Einheit ist für uns Kinder ein toller Termin. Denn dann dürfen wir deutschlandweit hinter die Kulissen schauen – auch in unserer Region. Bei uns beteiligten sich daran zum Beispiel die Chöre am Dom, die Basaltwerke Nüdling am Billstein und die Funk-Amateure am Petersberg. Letztere habe ich besucht.
Begrüßt wurde ich von Rudi Leuze. Er zeigte mir Funkantennen und Solarzellen. Solarzellen können aus Sonnenstrahlen Energie machen. Damit gewinnen die Funker selbst umweltfreundlich Energie und Strom für ihre Anlagen. Stell dir vor: Mit fünf Watt können schon Morsezeichen bis nach Madrid gefunkt werden. Diese Menge an Energie entspricht einer älteren Taschenlampe.
Ein weiterer Amateurfunker erklärte mir später die Funk- und Morseapparate. Beim Morsen werden Botschaften mit Lauten oder Pieptönen übermittelt. Um den Buchstaben A zu übermitteln, muss man beispielsweise einen kurzen und einen langen Ton hintereinander wiedergeben. Beim Funken wird dagegen über eine Leitung mit dem Gegenüber gesprochen. Der Gesprächspartner kann sogar ein arabischer Scheich sein.
Das Morsen wurde vor etwa 150 Jahren von Samuel Morse erfunden. Beim Funken gab es mehrere Mitwirkende wie den Italiener Guglielmo Marconi oder die aus Fulda stammenden Wissenschaftler Ferdinand Braun und Ferdinand Schneider. Nach der Führung erzählte mir Rudi Leuze einiges über die Funker und ihren Verein. Seit etwa 20 Jahren funken die 25 Hobbyfunker rund um die Welt, teilweise sogar bis nach Australien, Indien oder in die USA. Leider gibt es immer weniger Amateurfunker. Das ist schade. Es ist ein beeindruckendes Hobby.

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