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Mit der Leiter auf das Pferd

am 01.03.2016

Schlaufuchs-Reporter blicken bei Apassionata hinter die Kulissen

Pferde und Mädchen – das gehört zusammen. Die Schlaufuchs-Reporterinnen Chiara Odenwald (9) aus Rothemann und Athina Stefanidis (11) aus Hünfeld haben bei der Familienshow mit Pferden Apassionata in Frankfurt hinter die Kulissen geblickt.

Die Pferdeshow Apassionata hat am vergangenen Wochenende Station in der Frankfurter Festhalle gemacht. Auf dem Programm stand die aktuelle Europa-Tournee „Im Bann des Spiegels“, und wir Schlaufuchs-Reporterinnen waren dabei.
Stephanie Kannt (29) ist zuständig für die Pressearbeit von Apassionata. Sie zeigte uns vor der Show, was abseits des Scheinwerferlichts passiert. Auf dem Gelände außerhalb der Festhalle standen zwei Stallzelte. Dort waren 50 Pferde – vom Shetland Pony bis zum Lusitano – sowie ein Esel untergebracht. Sie alle traten mit ihren Reitern in der Show auf.
Die Darsteller kommen aus ganz Europa, darunter Portugal, Spanien oder Frankreich. In den Stallzelten trafen wir Daphne de Visser aus Holland mit ihren riesigen Shire Horses Sam und Jos. Sam hat eine Höhe von 1,86 Metern! Für ein Shire Horse ist das völlig normal. Daphne kommt nur mit Hilfe einer Leiter in den Sattel. Den Großteil ihres schweren Kostüms zieht die 35-Jährige deshalb erst auf dem Pferd an. Seit 2008 ist Daphne Teil von Apassionata. Das ist ihr Beruf. Sie wurde von den Verantwortlichen der Show angesprochen, ob sie Lust hätte, mitzumachen.
Wenn Daphne nicht auf Tournee ist, bildet sie zu Hause Pferde aus oder hilft Reitern, die mit ihren Pferden nicht mehr weiter wissen. Daphne ist, wie alle von Apassionata, ein richtiger Profi. Die Holländerin hat viele Reitausbildungen absolviert, unter anderem bei der bekannten Dressurreiterin Anky van Grunsven.
Einen Höhenunterschied haben wir im Vergleich zu den gigantischen Shire Horses im zweiten Stallzelt gesehen. Wir lernten Kerstin Brein aus Österreich und ihre fünf süßen Welshponys kennen. Die 32-Jährige macht mit ihnen eine Freiheitsdressur. Das bedeutet, dass die Pferde ohne Sattel und Zaumzeug mit ihr in der Reitbahn sind. Die Kommandos zu den Lektionen werden durch Körpersprache und feine Signale vermittelt. „Was ein Pferd kann oder nicht, hängt von ihm selbst ab. Ich verlange von keinem meiner Ponys etwas, dass nicht zu ihm passt. Mit Zwang funktioniert es nicht“, sagt Kerstin. Als kleines Kind hat die Österreicherin eine Show mit Pferden gesehen und war fasziniert. Kerstin hat eine Dressurausbildung gemacht. Allerdings findet sie, dass man für die Freiheitsdressur nicht unbedingt eine benötigt.
Nach den Stallzelten sind wir in die Maske und zu den Kostümen gegangen. Uns ist ein Stoffdrache aufgefallen, den die Tänzer in der Hand hatten. Der Drache wurde in China bestellt, sagte Stephanie. In Deutschland gebe es so etwas nicht. Insgesamt gibt es circa 130 Kostüme, die gepflegt, instand gesetzt oder neu genäht werden müssen. Denn oft werden sie während der Aufführungen beschädigt. In der Show sind sechs Tänzer im Einsatz. Jeder hat zehn Kostüme. Zwei Maskenbildnerinnen schminken und frisieren alle zweibeinigen Darsteller. Für die Frisuren der Pferde sind die Reiter zuständig.
Weil die Pferde während der Tour ausspannen müssen, gibt es zwei Ställe, in denen sie das tun können. Einer ist bei Mönchengladbach, der andere bei Kassel. Dort stehen die Pferde von montags bis freitags auf der Weide oder werden ausgeritten.  Die Tournee selbst dauert 32 Wochen.

Alle Bilder zum Besuch von Apassionata findet ihr HIER!

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