Menü Button Lupe
Rhön Magazin Logo
Share Button
 
 

Vom Schnee und der Kanone

am 21.01.2016

Schlaufuchs-Reporter recherchieren auf Hessens höchstem Berg

Schnee, Sonne und steile Pisten! Unsere Schlaufuchs-Reporter haben die Wasserkuppe besucht und den Skibetrieb unter die Lupe genommen. Darüber berichten Felicia Röhrig (8) aus Neuhof und Finn Weißmüller (13) aus Niederkalbach.

Schon auf dem Weg zur Wasserkuppe sahen wir, dass viele Parkplätze belegt waren. Kein Wunder: Denn es war eiskalt, die Sonne schien und überall lag Schnee. Bestes Wetter also für Skifahrer.

Es gibt verschiedene Pisten auf der Wasserkuppe. Für die Anfänger gibt es den sogenannten Zauberteppich. Auf dem Pisten-Plan sind die einfachen Pisten blau, mittelschwere rot und schwere schwarz markiert. Sie sind zwischen 600 und 1000 Meter lang. Wer keine Lust auf Skifahren hat, kann die Winterrodelbahn heruntersausen. 

Sechs Lifte sorgen dafür, dass die Sportler vom Ende der Piste wieder nach oben transportiert werden. Stell dir vor: In einer Stunde nutzen bis zu 1000 Personen die Lifte, die drei Meter pro Sekunde schnell sind. Wer keine Skier hat, kann sie sich im Skiverleih ausleihen. Dort gibt es 700 Skier und 300 Snowboards sowie Schuhe in fast allen Größen und Helme.

Um auf der Wasserkuppe in schneearmen Wintern Wintersport betreiben zu können, sind auf jeder Piste moderne Beschneiungsanlagen vorhanden. Es gibt auf dem höchsten Berg der Rhön sechs PropellerSchneekanonen und zwei Schneelanzen. Diese werden durch unterirdische Leitungen mit Strom und Wasser versorgt. Das Wasser kommt aus künstlich dafür angelegten Wasserteichen.

Kunstschnee kann aber erst ab minus drei Grad Celsius erzeugt werden, erklärte uns Florian Heitmann (31), der auf der Wasserkuppe unter anderem für die Schneekanonen zuständig ist. Laut Heitmann müsste der Kunstschnee eigentlich technischer Schnee heißen, da der produzierte Schnee nichts Künstliches, also keine chemischen Zusatzstoffe enthält.

Bei der circa 650 Kilogramm schweren Propeller-Schneekanone wird Wasser mit einem Ventilator durch kleine Düsen in die Luft gepustet. Eine solche Schneekanone ist teuer. Sie kostet so viel wie ein Kleinwagen. Die zehn Meter hohe Schneelanze lässt ihre Flocken von oben nach unten rieseln und verbraucht weniger Energie als die Schneekanone.

„Am besten ist es natürlich, wenn genügend Schnee fällt und die Schneekanonen nur selten zum Einsatz kommen“, sagte Heitmann, mit dem wir einen tollen Tag auf der Wasserkuppe erlebten. Die Arbeitstage des 31-Jährigen sind lang. Bis zu zehn Stunden ist er täglich auf der Wasserkuppe. An seinem Beruf mag er besonders, dass er den ganzen Tag in der Natur ist.

HIER findest du weitere Bilder vom Besuch auf der Wasserkuppe.

Schlaufuchs-Termine

Keine Artikel in dieser Ansicht.