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Ein berühmter Kirchenmann

am 04.12.2015

Der heilige Nikolaus wird seit 1500 Jahren verehrt – aber warum?

Hast du deine Stiefel schon geputzt? Am Sonntag ist Nikolaustag und wer in der Nacht davor seine Schuhe vor die Türe stellt, der findet vielleicht am nächsten Tag ein Geschenk oder Süßigkeiten darin. Aber wer war dieser Nikolaus eigentlich?

Das Leben des Nikolaus steckt voller Geheimnisse. Mit Geschenken hatte es zunächst wenig zu tun. Hier erfährst du mehr über den Mann, der am 6. Dezember gefeiert wird:

Wie ist sein Name?
Nikolaus, das weißt du schon. Viele Gläubige nennen ihn aber auch heiliger Nikolaus.

Wann hat er gelebt?
Darüber rätseln Forscher schon lange. Sie wissen nicht genau, wann dieser Heilige geboren wurde. Und auch nicht, wann genau er gestorben ist. Manche Wissenschaftler fragen sich sogar, ob es ihn überhaupt gegeben hat. Sicher ist: Der Mann ist sehr berühmt. Die Menschen hielten ihn bereits vor langer Zeit für einen Heiligen – vor rund 1500 Jahren.

Woher kam er?
In der Figur des heiligen Nikolaus ist wohl das Leben von zwei Männern vermischt, vermuten Experten. Beide Männer hießen vermutlich Nikolaus und waren wichtige Kirchenmänner. Der eine soll Bischof in der Stadt Myra gewesen sein. Myra heißt heute Demre und liegt in der Türkei. Der andere war ebenfalls ein hoher Kirchenmann in dieser Gegend.

Wie er so war?
Über Nikolaus erzählten sich die Menschen früher Wunder-Geschichten. Er soll viel Gutes getan haben, vor allem für Kinder und arme Menschen. Deshalb gibt es noch heute am 6. Dezember  Geschenke. Nikolaus soll zum Beispiel einen Jungen vor dem Ertrinken gerettet haben. Noch heute verehren viele Gläubige den Nikolaus als Heiligen. Für sie ist er ein Helfer bei fast allen Schwierigkeiten. Er ist Schutzheiliger für Seeleute, Kinder und die Feuerwehr und zum Beispiel für die Länder Serbien und Russland.

Was ist der Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann?
Beide werden meist als alte Männer mit weißem Bart dargestellt. Auch den roten Mantel verdankt der Weihnachtsmann wohl dem Nikolaus. Niederländische Auswanderer brachten den Glauben an „Sinterklaas“ im 17. Jahrhundert mit nach Amerika. Daraus wurde der amerikanische Santa Claus, der als Weihnachtsmann nach Europa zurückkehrte. Den Weihnachtsmann hat in den USA eine Firma für ihre Werbung genutzt. Er ist ein pausbäckiger alter Mann mit einer Pudelmütze auf dem Kopf. Der Nikolaus dagegen ist ein Bischof. Er trägt eine Bischofsmütze und hat einen Bischofsstab.

Wo hat das Nikolausfest eine andere Bedeutung?
In den Niederlanden wird Nikolaus von Helfern begleitet, den „Zwarte Pieten“. Jedes Jahr kommt er Mitte November mit einem Schiff aus Spanien. Drei Wochen lang dürfen die Kinder dann abends ihre Schuhe an Schornsteine oder Türen stellen. Am 5. Dezember, dem „Pakjesavond“, liefern die Pieten die Geschenke vom Nikolaus aus. Ein ungewöhnlicher Brauch hat sich am Vierwaldstättersee in der Schweiz erhalten. In Küssnacht und anderen Orten ziehen meist am Abend des 5. Dezember gruselig verkleidete Leute in einem lärmenden Umzug mit einem „Samichlaus“ im Bischofsgewand durch die Straßen.

Schlaufuchs-Ausflugstipp:

Überall begegnet dir gerade der Nikolaus. In der Vorweihnachtszeit findest du ihn als Schokoladen-Figur im Adventskalender oder auf den Weihnachtsmärkten der Region. Neben seinem roten Mantel hat er jedes Mal einen Sack dabei. Darin sind die Geschenke für die Kinder – also auch für dich. Da am Sonntag Nikolaustag ist, hat der Nikolaus natürlich alle Hände voll zu tun. Aber er hat Glück! Der Schlaufuchs hilft ihm am Samstag, 5. Dezember, nämlich. Der Rotpelz ist um 11 und 15 Uhr jeweils eine halbe Stunde in unserer Geschäftsstelle am Peterstor in Fulda. Für jedes Kind hatte er eine Kleinigkeit vom Nikolaus dabei. Am Sonntag triffst du den Schlaufuchs außerdem auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt am Stand unserer Zeitung am Jesuitenplatz. Er wird zwischen 14 und 15 Uhr dort sein und freut sich auf dein Kommen.

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