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"Kein Tag wie der andere"

am 24.11.2015

Die Schlaufuchs-Reporter im Interview mit den Feuerwehrleuten der Fuldaer Hauptwache.

Über die Arbeit als Feuerwehrmann berichten Patrick Weber (29) und Bernd Gottschalk (44) unserer Schlaufuchs-Reporterin Nele Jehnert (10) aus Neuhof und Redakteurin Lena Quandt.

Wie sind Sie Feuerwehrmann geworden?

Gottschalk: Erste Erfahrungen mit dem Löschen, Retten und Bergen hatte ich bereits in der Jugendfeuerwehr gesammelt. Als später hier bei der Feuerwehr eine Stelle frei wurde, habe ich mich beworben.

Weber: Seit drei Jahren arbeite ich bei der Feuerwehr Fulda. Eigentlich bin ich gelernter Logistiker. Das Bekämpfen von Bränden hat mich von klein auf begeistert. So bin ich durch Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung zu meinem jetzigen Beruf gekommen. 

Wie lange kann man in diesem Beruf arbeiten?

Gottschalk: Feuerwehrleute gehen mit 60 Jahren in Pension. Wer körperlich fit ist, kann auch länger dabei bleiben. Weber: Jeder von uns muss regelmäßig zum Arzt, um sich bescheinigen zu lassen, dass er die schwere Arbeit noch leisten kann.

Wie viele Leute arbeiten hier?

Weber: Das sind 70 hauptberufliche Feuerwehrleute. Tagsüber sind davon immer 14 vor Ort, nachts neun und am Wochenende sechs. Jeder hat neben den Einsätzen auch noch andere Aufgaben, im Büro oder der Werkstatt. Außerdem arbeiten wir immer mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammen: 400 weitere Kollegen aus der Stadt. Das ist bei Sturmschäden und Großbränden sehr hilfreich.

Welche Einsätze gibt es?

Gottschalk: Alle Notlagen, die man sich vorstellen kann. Vom Auto, das Öl verliert bis zu Unfällen, Bränden oder Tieren in Not. Wir haben zum Beispiel einmal ein Pferd aus der Fulda gerettet. Es war in den Fluss gefallen und kam selbst nicht mehr raus. Durch unsere Hilfe hat es überlebt. Das war ein tolles Erlebnis.

Weber: Sehr anstrengend war der Großbrand in der Firma Teclac. Da haben die Löscharbeiten viele Stunden gedauert.

Was ist das Besondere an Ihrem Beruf?

Gottschalk: Das kein Tag wie der andere ist. Wir wissen, wenn unser Dienst anfängt nie, wie er sein wird. Außerdem sind wir nie alleine. Die Einsätze werden zusammen bewältigt. Es ist immer jemand da, der dich unterstützt oder den du fragen kannst. Das ist wie beim Mannschaftssport. Feuerwehrleute sind immer im Team unterwegs – also zu zweit. Der eine achtet auf den anderen. Das ist sehr wichtig, wenn man etwa einen Einsatz in einem brennenden Haus hat.

Sind Sie noch aufgeregt, wenn Sie zu einem Einsatz fahren?

Gottschalk: Ein bisschen aufgeregt und angespannt schon. Diese Form von Angst gehört bei unserem Beruf dazu. Das ist auch gut so. Es schützt vor Gefahren, weil man dadurch aufmerksamer ist.

Die Bildergallerie mit allen Photos unserer Schlaufuchs-Reporter findest du hier!

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