Menü Button Lupe
Rhön Magazin Logo
Share Button
 
 

Von Parfüm und Flohbissen

Barocke Klänge drangen gestern aus der Alten Schule der Propstei Blankenau in Hosenfeld. Dort fand die dritte Veranstaltung unserer Reihe Kinder-Kultur statt.

Wie lebte es sich vor 300 Jahren in der Zeit des Barocks? Dies erfuhren 16 Kinder gestern bei der dritten Veranstaltung unserer Reihe Kinder-Kultur, die von antonius – Netzwerk Mensch und der Stadt Fulda unterstützt wird. Der Schlaufuchs und Christine Ebert hatten die jungen Teilnehmer dazu in die Propstei Blankenau eingeladen. In den Räumen der Alten Schule empfing die Leiterin der Musikschule Ebert mit Heike Krannich die Kinder in barocken Kostümen.
Fabian (6) hat der Vorstellungstanz gefallen, bei dem sich die Kinder in einem Kreis aufstellten und jedes von ihnen seinen Namen mit einem Klatschen, Fingerschnipsen oder ähnlichem untermalte. „Ich tanze eigentlich gar nicht. Aber das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Fabian. Der Rotpelz ließ es sich auch nicht nehmen, mitzumachen und wurde freudig begrüßt. Lara und Martha (beide 7) lernten das Menuett, einen höfischen Tanz im Dreivierteltakt. Unsere Schlaufuchs-Reporterin Stephanie Schwing (13) aus Wartenberg spielte die dazu passende Musik nach den Noten von Johann Sebastian Bach.
Dass die Epoche des Barocks nicht nur aus prächtigen Kostümen und Ballnächten bestand, lernten die Kinder, als Christine Ebert Stofftaschentücher verteilte: „Nein, die sind nicht zum Naseputzen. Um 1720 gab es noch keine modernen Toiletten. Deshalb stank es überall erbärmlich. Ein parfümiertes Tuch leistete da Abhilfe.“ Heike Krannich stellte zudem einen kleinen Holzstab vor. Er diente dazu, sich am Kopf oder Körper zu kratzen. Denn Flohbisse waren vor 300 Jahren durch mangelnde Hygiene an der Tagesordnung. Pater Stipe Pervan führte die Kinder im Anschluss durch die Kirche in Blankenau. Später besuchten sie noch das örtliche Heimatmuseum.

Weitere Bilder zur Kinder-Kultur in Blankenau findest du hier

Schlaufuchs-Termine

Keine Artikel in dieser Ansicht.