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Als der Vogelsberg brodelte

am 09.11.2017

Schlaufuchs-Reporter besuchen das Vulkaneum in Schotten

Eine explosive Gegend – das war der Vogelsberg in früheren Zeiten. Die Schlaufuchs-Reporterinnen Isabel Wirths und Philomena Auth (beide 11) aus Fulda waren im Mitmachmuseum Vulkaneum in Schotten.

Wer das Wort Vulkan hört, denkt an Island, Italien oder Hawaii. Aber aktive Vulkane, die gab es einst auch in unserer Region – und zwar im Vogelsberg. Der Vogelsberg ist das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Es war über einen Zeitraum von vier Millionen Jahren aktiv. Doch keine Angst, es ist erloschen. Das bedeutet, dass die Vulkane nicht mehr ausbrechen können. Am 1. Juli hat in der Stadt Schotten das Vulkaneum eröffnet. Hier erfährst du Wissenswertes rund um das Thema Vulkane und den Vogelsberg.
Das Mitmachmuseum ist noch ganz neu. Es gehört der Stadt Schotten. Errichtet wurde das Museum dort, weil es in der Region noch keine Ausstellung zu dem Thema gab. Das alte Feuerwehrgebäude des Ortes hat einen Anbau bekommen und beherbergt nun das Museum. Es hat die Form eines halben Vulkanbergs. Das kannst du von außen gut erkennen. Konzeption und Planung des Vulkaneums dauerten mehrere Jahre. Für den Bau und die Gestaltung des Außenbereichs benötigte man zwei Jahre.
Im Vogelsberg gibt es viele Basaltsteine. Sie stammen aus der Zeit, als im Vogelsberg noch Vulkane aktiv waren. Wie es dazu kam, erfährst du während eines Rundgangs durch die Mitmachausstellung. Dabei darfst du an den verschiedenen Stationen selbst nach Herzenslust experimentieren. Ziel der Ausstellung ist es, dass die Besucher die Entstehung von Vulkanen besser verstehen können.
Interessant ist zum Beispiel, dass wenn in einen Basaltstein der Blitz einschlägt, das Gestein dauerhaft magnetisiert ist. An einer Station kannst du das im Museum überprüfen. Außerdem gibt es drei Basaltsäulen, die klingen wie ein Instrument. Sie sind als Lava durch den Vulkanschlot herausgeflossen und in Säulenform erkaltet. Wenn du mit einem Gummihammer oder auch nur mit deinen Fingern gegen dieses Lithophon schlägst, gibt es Töne von sich. Dafür müssen die Steinsäulen aber die entsprechende Dichte haben.
Auf unserem Rundgang durch das Vulkaneum hat uns Geologin Anja Lehmann (28) begleitet. Die Führung begann mit einem kurzen Film über den Vogelsberg und die dortigen Vulkanausbrüche. Danach testeten wir die Mitmachstationen. An einer Stelle sortierten wir Steine. Stell dir vor, auch das hat mit den Vulkanen zu tun. Die Felder im Vogelsberg waren früher voller Steine. Das waren Überbleibsel von den vielen Vulkanausbrüchen. Um ihre Felder bestellen zu können, räumten die Bauern die Steine an die Ränder der Äcker. Zwischen den Steinen wuchsen Bäume und Büsche. Wer heute den Vogelsberg betrachtet, erkennt diese natürlichen Grenzen mit bloßem Auge.
Unter einem Mikroskop haben wir uns einzelne Minerale angesehen, aus denen Gestein aufgebaut ist. Während eines anderen Experiments überprüften wir, in welcher Jahreszeit und bei welcher Wetterlage Brunnen mit Wasser gefüllt oder leer sind. Die Ausstellung endet mit einem Zauberbuch. Lebendige Bilder erzählen darin Sagen und Mythen, die sich mit Glauben und Aberglauben im Bezug auf die Vulkane und ihre Ausbrüche beschäftigen.

Weitere Bilder vom Reporter-Ausflug findest du hier

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