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Alte Geschichte in neuem Gewand

am 09.11.2017

Mitmachausstellung überzeugt durch moderne Technik

Geschichte lebendig machen, darum geht es im Vulkaneum in Schotten. Doch auch über das Museumsgebäude selbst haben die Schlaufuchs-Reporter Hannah Vetter (11) aus Hosenfeld und Tadeus Auth (12) aus Fulda einiges zu berichten.

Wie wird aus einer Feuerwache ein Museum? Das ist leichter als du denkst! Das Vulkaneum in Schotten besteht aus einem Altbau und einem Neubau. Der Altbau besteht aus der alten Feuerwache und dem dazugehörigen Feuerwehrturm. In letzterem hingen die Feuerwehrleute früher nach den Einsätzen die Wasserschläuche zum Trocknen auf.
Der Altbau wurde etwa um 1950 errichtet. Für das Museum baute man zwischen 2015 und 2017 den neuen Gebäudeteil an. Während der Bauphase gab es mehrere Führungen. So bekamen Interessierte schon vorab einen Einblick. Derzeit stellen Schüler der Grundschule Schotten in der Eingangshalle selbstgebastelte Sachen über die Vulkanregion aus.
Wenn der Besucher das Vulkaneum aus der Ferne betrachtet, sieht es aus wie ein aufgeschnittener Vulkan. Der Feuerwehrturm stellt den Vulkanschlot dar. Manchmal kommt sogar Rauch aus dem Turm.
Der Turm ist nicht begehbar, weil es in ihm zu eng ist. Den Ausblick über den Vogelsberg dürfen Besucher trotzdem genießen. Vom Neubau aus gelangst du auf eine Aussichtsplattform. Dort stehst du neben dem Turm. Die Farben des Gebäudes symbolisieren die Bestandteile eines Vulkans. Der rot gestrichene Feuerwehrturm steht für den Sandstein. Der blaue Neubau und das grüne Dach stellen das Wasser und den grünen Vulkan dar.
Die Ausstellung befindet sich fast vollständig im neuen Gebäudeteil. Die Zeit der Vulkane ist zwar Millionen Jahre her, präsentiert wird sie aber mit moderner Technik. In einem animierten Film über Vulkanausbrüche wird gezeigt, wie die Erde und die Vulkane entstanden sind. In dieser Mischung aus 2D- und 3D-Animationen werden sogar Blitze simuliert. Du denkst, du bist live dabei. Außerdem gibt es ein Reliefmodell. Das ist ein Kasten mit einer Berglandschaft. Anhand von blauen und roten Linien erkennst du darauf, wo sich Flüsse und Wasserscheiden befinden. Drehst du an dem kleinen Steuerrad, kommt aus den Löchern an der Decke Wasser heraus. Du siehst dann, wie das Wasser an den roten Linien nach rechts und links fließt. Das Modell zeigt zudem, wie sich die Grundwasserkammern in der Erde mit Wasser füllen.
Das Vulkaneum hat montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro. Kinder ab sieben Jahren zahlen 6 Euro. Infos im Internet.

Schlaufuchs-Reporterin Enya Baier (7) aus Burghaun hat Zahlen zum Vulkaneum in Schotten zusammengetragen: Mehr als 10 000 Menschen haben seit dem 1. Juli 2017 das Museum besucht. Acht Personen sind im Vulkaneum beschäftigt, sieben Frauen und ein Mann. Zwei Jahre hat es gedauert, bis alle Ausstellungsstücke zusammengetragen waren. Das Museum hat eine Gesamtfläche von 400 Quadratmetern. Die Mitmachausstellung umfasst zwölf Stationen. 2,7 Millionen Euro hat das Museum gekostet. An einer Wand werden die 16 schlimmsten Ausbrüche der Vergangenheit gezeigt, darunter der Merapi in Indonesien im Jahr 2010 (jüngster Ausbruch) und der Toba 72 000 vor Christus in Sumatra (ältester Ausbruch). Übrigens, Magma ist bis zu 1000 Grad heiß. Es zerstört alles, was ihm in die Quere kommt.

Weitere Bilder vom Reporter-Ausflug findest du hier

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