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Zeitschriftenartikel haben Regeln

Du glaubst vielleicht, Reporter die etwas Spannendes erlebt haben, schreiben einfach los, und ein paar Minuten später - schwupps! - ist der Artikel fertig. Leider ist es nicht ganz so leicht. Für einen guten Artikel müssen ein paar Regeln beachtet werden, sonst versteht der Leser vielleicht gar nicht, worüber du schreibst! Auch hier haben unsere Erwachsenen-Reporter ein paar Tipps für dich, aus welchen Teilen ein Zeitungsartikel besteht, welche Informationen auf jeden Fall hinein gehören, oder was man besser nicht schreibt:


 

 

Unsere Tipps:

Unsere Artikel beginnen immer mit einem Vorspann. Darin sollte in maximal drei Sätzen gesagt werden, worum es in dem Artikel geht. Der Vorspann ist eine ganz kurze Zusammenfassung. Zum Beispiel: „Wie kleine Küken aus ihren Eiern schlüpfen, habe ich – Max Mustermann (11) aus Petersberg – gestern bei meinem Besuch der Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ in der Kinder-Akademie Fulda erfahren.“

Dann kommt der Haupttext. Hier sollte das Wichtigste am Anfang stehen. Sind es für dich zum Beispiel die Küken, die man beim Schlüpfen beobachten kann, dann kannst du deinen Text damit beginnen. Bei einer großen Ausstellung musst du auch nicht jede Kleinigkeit, die du siehst, im Text erwähnen. Setze deinen Schwerpunkt besser auf zwei bis drei Dinge, die du wirklich interessant findest.

Schön ist es immer, wenn du Zitate in deinem Text einbauen kannst. Das heißt, du lässt Leute in der wörtlichen Rede sprechen. Das geht natürlich nur, wenn jemand auch tatsächlich was gesagt hat. Bei einer Ausstellungseröffnung wie beispielsweise der Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ ist es vielleicht die stellvertretende Direktorin der Kinder-Akademie Gabriele König, die interessante Dinge berichtet. Zum Beispiel: „Stellt euch vor, heute eröffnen wir zum sechsten Mal diese Ausstellung“.

Nicht zu vergessen: Wenn du jemanden zitierst, musst du danach auch schreiben, wer was gesagt hat und welche Funktion diese Person hat. Also, noch mal von vorne: „Stellt euch vor, heute eröffnen wir zum sechsten Mal diese Ausstellung“, sagte Gabriele König, stellvertretende Leiterin der Kinder-Akademie in Fulda.

Personen, die du erwähnst, solltest du immer mit Vor- und Nachnamen benennen.

Es ist auch immer gut zu wissen, wie alt die Personen sind und woher sie kommen.

Deine Texte sollten nie mit dem Datum beginnen. Also nicht: „Gestern habe ich die Ausstellung ‚Vom Ei zum Küken’ besucht.“, sondern „Die Ausstellung ‚Vom Ei zum Küken’ habe ich gestern besucht.“

Aktiv zu schreiben ist viel besser als passiv zu schreiben. Das hört sich doch komisch an: „Die Ausstellung ‚Vom Ei zum Küken’ ist gestern von mir besucht worden.“ Viel besser klingt: „Die Ausstellung ‚Vom Ei zum Küken’ habe ich gestern besucht.“

Zahlen bis zwölf müssen ausgeschrieben werden.

Schreibe eher kurze Sätze (mit maximal 15 Wörtern).

Wörter sollten nicht abgekürzt werden.

Wenn du deinen Text kürzen willst, dann verzichte auf Füllwörter. Das sind Worte, die nicht unbedingt nötig sind im Satz, wie zum Beispiel „auch“, „halt“, „gerne“, „einfach“, „also“. Oder du überlegst, welche Sätze du weglassen könntest, sodass der Text trotzdem noch einen Zusammenhang hat und zu verstehen ist. 

Deine Kinder- und Familienredaktion